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mio, mein Globus-Magazin

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Globus-Stiftung: erfolgreiche Kooperation mit dem Chancenwerk

In mehr als zehn Jahren hat die Globus-Stiftung vielen Tausend benachteiligten Kindern und Jugendlichen beim Start in ein erfülltes Arbeitsleben geholfen. Der erste Baustein ist ein ordent­licher Schulab­schluss. Diesen schaffen leider nicht alle Jugendlichen aus eigener Kraft – besonders dann nicht, wenn eine Unterstützung aus dem Elternhaus nicht möglich ist. Die vom Verein Chancenwerk entwickelte „Lernkaskade“ kann hier helfen – und wird dabei großzügig durch die Globus-Stiftung unterstützt.

Globus-Stiftung: erfolgreiche Kooperation mit dem Chancenwerk

In mehr als zehn Jahren hat die Globus-Stiftung vielen Tausend benachteiligten Kindern und Jugendlichen beim Start in ein erfülltes Arbeitsleben geholfen. Der erste Baustein ist ein ordent­licher Schulab­schluss. Diesen schaffen leider nicht alle Jugendlichen aus eigener Kraft – besonders dann nicht, wenn eine Unterstützung aus dem Elternhaus nicht möglich ist. Die vom Verein Chancenwerk entwickelte „Lernkaskade“ kann hier helfen – und wird dabei großzügig durch die Globus-Stiftung unterstützt.

Studenten unterrichten Schüler und Schüler unterrichten Schüler – der Verein Chancenwerk sucht, bezahlt und qualifiziert Studenten, die dann Schüler der älteren Jahrgänge von Gesamtschulen oder Gymnasien mit Intensivkursen beim schulischen Lernen unterstützen und auf den Abschluss vorbereiten. Für diese älteren Schüler sind die Kurse kostenlos. Als Gegenleistung verpflichten sie sich ihrerseits, regelmäßig und systematisch Lernförderung für Schüler der unteren Klassen zu leisten. So wird mit einer Art Schneeballsystem, der Lernkaskade, von oben nach unten immer mehr Schülern geholfen. Und nebenbei werden persönliches Engagement sowie die Übernahme von Verantwortung geleistet und eingeübt – und eine positive Schulkultur gefördert.

Was sich so einfach liest, erfordert bei der praktischen Umsetzung viel Arbeit, Zeit und Geld: Schulen und Lehrer müssen gewonnen werden, die Einführung der Lernkaskade ist an den Schulen zu organisieren, die ausbildenden Schüler und Studenten müssen gesucht und laufend – mit Hilfe der hierzu gegründeten Chancenwerk-Akademie – qualifiziert werden.

Berichte aus der Praxis

An einer Reihe von Schulen – so auch an der Gesamtschule Ludwigshafen-Gartenstadt – finanziert die Globus-Stiftung die Umsetzung der Lernkaskade. Etwa 75 Schüler nehmen dort dienstags und freitags an der Lernförderung teil.

Und das sagen Schüler und Lehrer:
„Die Schüler kennen sich hier aus und bewegen sich in einer vertrauten Umgebung. Zudem können sich auch solche Familien die Nachhilfe leisten, die ein etwas geringeres Einkommen haben“, erklärt Lehrerin Stefanie Erich. „Es macht mich einfach stolz, dass es funktioniert“, sagt sie mit glänzenden Augen. Sie holte die Initiative an die Schule und freut sich insbesondere darüber, dass viele Abiturienten das Programm unterstützen.

Kevin, Schüler der elften Klasse, Maria-Eleni und Johanna, Schülerinnen der sechsten Klasse, erzählen von ihren Erfahrungen im Chancenwerk. Johanna bekommt in zwei Fächern Hilfe: in Deutsch und Mathematik. „Weil Kevin sich sehr viel Zeit für mich nimmt und es mir nach und nach in Ruhe erklärt“, antwortet sie auf die Frage, warum es in der Lernstätte am Nachmittag besser klappt als im regulären Schulunterricht. Kevin besucht die elfte Klasse der Schule und unterstützt ehrenamtlich seine jüngeren Mitschüler.

Maria-Eleni kommt in die Lernförderung, um sich in Mathematik zu verbessern: „Von einer Drei habe ich es auf eine Eins geschafft“, erzählt sie stolz. Für ihr vorbildhaftes Verhalten während der Lernförderung hat sie einen grünen Brief erhalten. „Grüne Briefe stellen bei uns das Gegenstück zu den blauen Briefen dar. Es ist ein Feedback an die Eltern über die positive Leistung ihrer Kinder und zeitgleich ein positiver Verstärker für die Schüler in der Lernförderung, dadurch dass wir ihnen Lob aussprechen“, erklärt Simon Hager, Mitglied des studen­tischen Teams. Der Student der Sozialwissenschaften absol­vierte im Jahr 2013 sein Abitur an der Gesamtschule.

Diese Beispiele zeigen, dass von der Schulleitung über das Kollegium und die Schüler bis hin zum studentischen Team jeder seinen Teil dazu beiträgt, dass sich die Lernförderung an der Schule weiter etablieren kann. Die Globus-Stiftung freut sich, hierzu ihren Beitrag zu leisten.

Die Globus-Stiftung und das Chancenwerk

Die Globus-Stiftung hat ab 2012 die Einführung der Chancenwerk-Lernkaskade in einer Schule in Köln und einer weiteren in Wiesbaden finanziert. Nachdem diese Projekte sehr erfolgreich waren, kamen im Laufe der Jahre weitere Schulen hinzu: Derzeit unterstützt die Stiftung vier Schulen in Ludwigshafen, je eine Schule in Mannheim und Saarbrücken und über den ChancenFonds weitere Schulen in NRW, vorwiegend in Köln. Insgesamt werden mit der Förderung der Globus-Stiftung derzeit mehr als 400 Kinder und Jugendliche erreicht.

Mehr Informationen über die Globus-Stiftung finden Sie unter www.globus-stiftung.de

Über das Chancenwerk

Murat Vural, Arbeiterkind mit Migrationshintergrund, hat in Deutschland unter größten Schwierigkeiten den Weg bis zum Abschluss als Diplom-Ingenieur zurückgelegt. Mit der Gründung eines Fördervereins, der Keim­-zelle des Chancenwerks, wollte er anderen Kindern diese Probleme ersparen. Inzwischen hat Murat Vural seinen Beruf an den Nagel gehängt und arbeitet hauptamt­lich für die Organisation. Diese ist mittlerweile in über 30 Städten und an fast 70 Partnerschulen tätig. Insgesamt werden derzeit etwa 3 500 Kinder gefördert. Mehr Infos unter www.chancenwerk.de