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mio, mein Globus-Magazin

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mio vor Ort bei Bonduelle: knackfrische, bunte Salate aus der Tüte

Beutel auf und rein in die Schüssel, einfacher lässt sich ein Salat wohl kaum zubereiten. Die knackigen Blätter aus der Tüte haben einige Vorteile: Sie sind bereits geschnitten, gründlich gewaschen und zu leckeren Mischungen vereint.

mio vor Ort bei Bonduelle: knackfrische, bunte Salate aus der Tüte

Beutel auf und rein in die Schüssel, einfacher lässt sich ein Salat wohl kaum zubereiten. Die knackigen Blätter aus der Tüte haben einige Vorteile: Sie sind bereits geschnitten, gründlich gewaschen und zu leckeren Mischungen vereint. Klar, dass es vom Feld bis in die Tüte möglichst schnell gehen muss – Frische hat bei verzehrfertigem Salat höchste Priorität. Die mio-Redaktion hat sich zum Bonduelle-Werk in Straelen aufgemacht, wo jede Woche über 200 Tonnen Salat verarbeitet werden.

Um die Salatproduktion zu besichtigen, mussten wir uns im wahrsten Sinne des Wortes warm anziehen. Unter knallroten Schutzmänteln tragen wir dicke Jacken, dazu rote Häubchen und leuchtend gelbe Helme auf dem Kopf. Die Winterjacken haben einen einfachen Grund: Im gesamten Werk herrschen beinahe frostige Temperaturen. Zusammen mit Produktionsleiter Oliver Diringer und Qualitätsmanagerin Allegra Beasley stehen wir im vier Grad Celsius kalten Kühlhaus, in dem sich Tausende Kisten Feldsalat, Eisbergsalat und Lollo rossa stapeln. Je nach Jahreszeit stammen sie aus unterschiedlichen Regionen. In den Wintermonaten bezieht Bonduelle seine Salate von Vertragsbauern aus Südeuropa, vom Frühjahr bis in den Spätherbst kommt das Gemüse überwiegend von hei­mischen Feldern. Sobald geerntet wird, tickt die Uhr: Ab dann sind die Salate nur wenige Tage haltbar, bei einer ununterbrochenen Kühlkette vom Feld bis in die Tüte. „Um die Frische zu gewährleisten, setzen wir vor dem Transport eine Vakuumkühlung ein. So kühlen die Salate innerhalb weniger Minuten auf die erforderlichen vier Grad herunter“, erklärt uns Qualitätsmanagerin Allegra Beasley. Die Produktion selbst dauert nur wenige Minuten, am Tag nach der Produktion liegen die Salatmischungen verzehrfertig in den Kühlregalen. Natürlich auch bei Globus.

Wir stehen vor einem breiten Laufband, an dem eine Handvoll Mitarbeiter für Tausende Salate pro Tag verantwortlich ist. Sie schneiden die Strunke von den Salatköpfen und entfernen bei Bedarf welke Blätter. „Das Schneiden sieht einfacher aus, als es ist. Deshalb bieten wir unseren Mitarbeitern viele Schulungen und Trainings an, bis sie die Besonderheiten aller Salatsorten und die besten Schnittmethoden kennen“, so Produktionsleiter Oliver Diringer. Es dauert außerdem seine Zeit, bis man sich an das Tempo beim Schneiden gewöhnt hat. Ein hoher Messerverbrauch ist da nicht verwunderlich. Nebenbei erfahren wir, dass alle vier bis fünf Stunden neue Klingen erforderlich sind!

Vom Feld in das Lager und dann in die Tüte: Durch mehrfache Kontrollen sichert Bonduelle die Qualität der Salate. Oliver Diringer prüft die Luftzusammensetzung in den Verpackungen. Empfindliche Sorten werden unter Schutzatmosphäre verpackt. Zusätze kommen jedoch bei keiner Mischung in die Tüte!

Über das Laufband werden die von Hand sortierten Salatblätter schließlich zur Schneidemaschine befördert. Anschließend geht es weiter zu einer Waschstraße mit Tauchbecken – dort wird der ­Salat in Eiswasser dreimal gründlich gesäubert. Danach kann der gewaschene Salat im Nebenraum schonend trocknen. Einige Salatmischungen versehen die Mitarbeiter nun von Hand mit Kräutern oder Rohkost. „Für das Bestreuen ist viel Erfahrung erforderlich“, erklärt Oliver Diringer. „Wir nutzen keine Waage, sondern vertrauen auf das Augenmaß unserer Mitarbeiter.“ Das Abwiegen der fertigen Portionen übernimmt eine Mehrkopfwaage, sie dosiert die richtige Menge Salat für jede Tüte. Insgesamt nehmen die Arbeitsschritte weniger Zeit in Anspruch, als man vermuten würde. Nach nur fünf bis acht Minuten ist der Salat geschnitten, gewaschen und eingetütet. Unvorstellbare Mengen verarbeiten die Mitarbeiter in einer kurzen Zeitspanne. Oliver Diringer ist sich sicher: Es ist der Leistung seiner Mitarbeiter zu verdanken, dass die Salatproduktion in Straelen so schnell und reibungslos verläuft.

Qualitätsmanagerin Allegra Beasley und Produktionsleiter Oliver Diringer testen fertige Salatmischungen. Immer wieder werden neue Sorten kreiert, wie der Frühlings-Salat oder der Grill-Salat mit Paprika und Chili-Mais.

Am Ende unseres Rundgangs fragen wir bei Allegra Beasley nach, welchen Einfluss die Ernährungsgewohnheiten auf die Produktion bei Bonduelle haben. „Der Trend geht seit Jahren in Richtung von Lebensmitteln, die rasch verzehrfertig sind. Gleichzeitig sollen sie qualitativ hochwertig, frisch und gesund sein. All das können wir mit unseren Salaten leisten“, verrät sie uns. Passend dazu bietet Bonduelle vorgeschnittenes Grill-Gemüse sowie verschiedene Gemüse-Salate zum Mitnehmen an. Den Verbrauchern ist es zunehmend wichtiger, auf saisonale und regionale Angebote zurückzugreifen. Je nach Saison variieren deshalb die Salatsorten. Feldsalat und Spinat sind typisch für den Winter, Rucola und Lollo rossa für den Sommer. Selbst hierzulande finden eher unbekannte Salate wie der fernöstliche Tatsoi oder roter Mangold den Weg in die Tüte. Das Angebot entscheidet über die Zusammenstellung der verschiedenen Salatmischungen – Frische und Qualität sind dabei oberstes Gebot.