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mio, mein Globus-Magazin

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mio vor Ort bei Thüros: Grillkultur made in Germany

Für viele ein Hobby, für einige echte Passion: Grillen. So oder so, für das optimale Vergnügen am Rost braucht es in jedem Fall gutes Equipment. Bei THÜROS im thüringischen Georgenthal werden seit 25 Jahren Edelstahlgrills in Profiqualität hergestellt. Wir haben uns angesehen, was die so einzigartig macht.

mio vor Ort bei Thüros: Grillkultur made in Germany

Für viele ein Hobby, für einige echte Passion: Grillen. So oder so, für das optimale Vergnügen am Rost braucht es in jedem Fall gutes Equipment. Bei THÜROS im thüringischen Georgenthal werden seit 25 Jahren Edelstahlgrills in Profiqualität hergestellt. Wir haben uns angesehen, was die so einzigartig macht.

Sie haben Ihr Ziel erreicht“, verkündet das Navi und wir sind verwundert, als wir statt der erwarteten Fabrikhallen zunächst einen liebevoll gepflegten Garten mit dekorativem Pavillon entdecken. Einzig der Springbrunnen aus Edelstahlgrills bestätigt, dass wir hier richtig sind. Christian Schneider, geschäftsführender Gesellschafter von Thüros, begrüßt uns mit kräftigem Händedruck in dem lichtdurchfluteten Bau aus Holz und Glas, welcher Verwaltungssitz und Fabrikverkauf in einem ist.

Dann zeigt er uns eine Auswahl der Produkte im Showroom. Große und kleine Grills aus glattem Edelstahl reihen sich hier aneinander, vom kompakten Tischgrill bis hin zum Gastronomiegerät ist alles dabei, was die Herzen von Grillfans höher schlagen lässt; ansprechend schlicht und praktisch gestaltet, dazu zahlreiches Zubehör zum Erweitern der Gerätefunktionen. „Wir sind die einzige Edelstahl-Kaminzuggrill-Manufaktur, die in Deutschland produziert. Bei uns ist alles ‚made in Germany‘“, sagt Christian Schneider stolz und erläutert uns das Kaminzugprinzip an einem der Ausstellungsstücke. „Durch die Lüftungszufuhr am Kamin beziehungsweise am Schacht kann man die Temperatur der Holzkohle steuern. Ist die Zufuhr geschlossen, glimmt die Glut, beim Öffnen wird wieder befeuert. Und durch die Trichterform kann mit wenig Holzkohle eine große Fläche begrillt werden, das spart wertvolle Ressourcen.“

Traditionelles Handwerk und hochmoderne Maschinentechnik stellen bei Thüros keinen Gegensatz dar, sondern ergänzen sich.

Eine Zufallsidee

Das Einsparen von Rohstoffen und das Bestreben, mit geringem Materialeinsatz einen größtmöglichen Nutzen zu erzielen, waren zur Zeit der Wende treibende Kraft für viele Unternehmen in den neuen Bundesländern. Auch Thüros’ heutiges Kerngeschäft basiert auf diesem Prinzip: 1992 begann die Firma als klassisches Metallbauunternehmen, doch die Nachfrage nach dieser Art von Dienstleistung war rückläufig.

Die Idee, die Produktion komplett auf den Bau von Edelstahlgrills umzustellen, verdankt der Gründer einem Zufall: „Mein Vater war zu einer Grillparty eingeladen, wo ihm bereits nach 15 Minuten die erste Wurst serviert wurde. Das hat ihn erstaunt, denn sonst konnte man vom Anzünden des Grills bis zum Essen in Ruhe zwei, drei Biere trinken“, erzählt Christian Schneider lachend. „So lernte er den Trichtergrill mit Kaminzug kennen und begann bald, diesen in Serie zu produzieren – natürlich designmäßig überarbeitet und von der Funktion und vom Werkstoff her anders. Wir sind demnach zwar nicht die Erfinder des Kaminzuggrills, haben diesen aber optimiert.“ Heute ist Thüros der führende Hersteller von Edelstahl-Grillgeräten in Deutschland und feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen.

Um zu sehen, wie die Grills gebaut werden, machen wir uns auf den Weg zur Produktionshalle, die sich weiter hinten auf dem 16 000 Quadratmeter großen Werksgelände befindet. Die Besichtigung beginnt beim Faserlaser, der aus großen, dünnen Edelstahlplatten die Einzelteile für die Grills schneidet. „Auf dieser Maschine werden 95 Prozent der Bauteile geschnitten“, erklärt Christian Schneider und ergänzt: „Als Rohstoff benutzen wir sehr hochwertigen, antimagnetischen Edelstahl. Dadurch bleiben die Grills rostfrei und sind besonders langlebig.“ Im Anschluss werden die Einzelteile von einem Roboter in Form gebogen und danach – teils von Hand, teils maschinell – zusammengeschweißt.

Der Kunde bekommt je nach Modell einen fertig montierten Grill oder muss lediglich wenige Handgriffe tätigen, bevor es losgehen kann. Beim T2-Holzkohlegrill sind beispielsweise nur acht Schrauben festzuziehen. Wir gehen weiter in die Lager- und Versandhalle, wo sich Bauteile und fertig verpackte Ware in meterhohen Regalen stapeln. „Wir haben im Herbst und Winter gut vorproduziert, aber am Ende der Saison wird das hier alles nahezu leer sein“, weiß der Firmeninhaber.

Grillkultur fördern

Christian Schneider ist selbst leidenschaftlicher Griller und mindestens einmal in der Woche läuft bei ihm der Rost heiß. Grillen ist für ihn aber nicht bloß das Zubereiten von Speisen, es ist vielmehr Kommunikation: „Wenn wir zu Hause grillen, machen wir alle Vorbereitungen mit den Kindern und Enkelkindern gemeinsam. Man ist nicht nur eine Viertelstunde zusammen, in der sich jeder das Essen reinschlingt, sondern man ist zwei, drei Stunden in der Familie. Die Gemeinschaftlichkeit ist ganz wichtig.“

Bei Thüros nennt man das „Grillkultur“ – und möchte diese auch anderen vermitteln. Im neu erbauten Grilltempel finden daher regelmäßig Kurse im Rahmen der sogenannten Grillschule statt. Zudem werden Schulklassen kostenlos eingeladen, um von einem Feuerwehrmann zu lernen, wie man sicher grillt. Auch für Events ist der Tempel da: „Wir haben 54 Sitzplätze und bis zu 90 Personen können hier schon feiern. Natürlich nutzen wir den Bau außerdem, um neue Produkte vorzuführen. Und das dank des großen Abzugs indoor und somit wetterunabhängig“, erzählt der Geschäftsführer.

Insgesamt sind bei Thüros 30 Personen beschäftigt. Jeder einzelne Grill geht während des Produktionsprozesses durch viele Hände. Die finale Qualitätsprüfung findet vor dem Verpacken statt.

Jedes Frühjahr wird der Rekordgrill außerdem auf dem Domplatz in Erfurt aufgebaut, wo sein Feuer feierlich die Eröffnung der Bratwurstsaison auf der „Rostkultur“-Veranstaltung einleitet. Christian Schneider berichtet mit stolzem Lächeln: „Da kommt jedes Jahr ein Fackelläufer vom Bratwurstmuseum und rund 40 000 Leute schauen zu. Das ist ganz großes Kino und macht immer viel Spaß!“ Grillpartys, ob ganz klein oder spektakulär groß, gehören einfach zu Thüros – ebenso natürlich das Zelebrieren der Grillkultur. Thüros und die Mitarbeiter stehen voll und ganz hinter ihren Produkten – das konnten wir während unseres Besuches selbst miterleben.