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mio, mein Globus-Magazin

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mio vor Ort bei Weleda: Babypflege aus der Natur

Weleda ist der größte Naturkosmetik-Babypflege-Hersteller Deutschlands. Mamis in ganz Deutschland schwören auf die Calendula-Pflegeserie, bei Hebammen ist sie Empfehlung Nummer eins. mio hat sich auf den Weg ins baden-württembergische Schwäbisch Gmünd gemacht, um dem Erfolgsgeheimnis des Naturkosmetik-Her­stellers auf den Grund zu gehen!

mio vor Ort bei Weleda: Babypflege aus der Natur

Weleda ist der größte Naturkosmetik-Babypflege-Hersteller Deutschlands. Mamis in ganz Deutschland schwören auf die Calendula-Pflegeserie, bei Hebammen ist sie Empfehlung Nummer eins. mio hat sich auf den Weg ins baden-württembergische Schwäbisch Gmünd gemacht, um dem Erfolgsgeheimnis des Naturkosmetik-Her­stellers auf den Grund zu gehen!

„Das ist unsere Schatzkammer!“, sagt Renate Fühl und macht in ihrer strahlend weißen Leinenhose einen entschlossenen Schritt in den Komposthaufen. Beherzt greift sie zu und präsentiert uns die bröckelige Erde in ihren Händen. Wir strecken ihr unsere Nasen entgegen: Das kleine Häufchen riecht angenehm erdig. „Ich halte hier sechs Milliarden Mikroorganismen in meinen zwei Händen voll Erde“, sagt sie. Für Weleda sind die Nährstoffe im Kompost essenziell, alles ist ein natürlicher Kreislauf. Abgeerntete Pflanzenreste kommen auf den Komposthaufen und werden so zu wertvollem Dünger, der durch seine hohe Nährstoffdichte wieder Leben auf die Felder bringt. Chemischer Dünger hat hier nichts zu suchen.

Gemeinsam mit Susanne Giese aus dem Globus-Sortimentsmanagement tauchen wir heute in die Weleda-Welt ein. Renate Fühl ist in ihrem Element und führt uns voller Begeisterung durch den Heilpflanzengarten im baden-württembergischen Schwäbisch Gmünd. Der Garten liegt am Rande der Stadt, nur wenige Kilometer von der deutschen Firmenzen­trale entfernt, und ist ein echtes Paradies.

Auf 23 Hektar, das ist die Größe von fast 33 Fußballfeldern, werden circa 140 Arten für Arzneimittel und Kosmetika biologisch-dynamisch angebaut. Hier wechseln sich ­Felder und Gärten mit Pflanzen für die ver­schiedenen Weleda-Produkte ab. Im Heilpflanzengarten spielt Biodiver­sität eine große Rolle: Da Weleda im Einklang mit der Natur produziert, wird Artenvielfalt großgeschrieben und es werden zusätzlich Pflanzen angebaut, die zwar keine Verwendung in Cremes oder Ölen finden, dafür aber wichtig für Boden oder Insekten sind. Außerdem findet auf etwa einem Drittel der Felder Gründüngung statt, da­mit die Erde sich erholen und dann ­wieder starke Pflanzen hervorbringen kann.

Ein Leben für Weleda

Während wir gemeinsam durch den Garten schlendern, kreuzt eine Entenmama mit ihren vier Küken unseren Weg. „Das sind unsere wichtigsten Mitarbeiter“, scherzt Renate Fühl. Die asiatischen Laufenten sind ein natürlicher Schädlingsschutz und bewahren die Pflanzen fleißig vor gefräßigen Schnecken. Bei einem so herrlich idyllischen Arbeitsplatz verstehen wir sofort, warum die Rentnerin noch immer Teil der Weleda-Familie ist, obwohl sie sich eigentlich seit über zehn Jahren im Ruhestand befindet. Bereits 1971 fing sie bei Weleda an – als Key Account Manager im ärztlichen Außendienst. Seit ihrem Ruhestand bietet sie Führungen durch den Heilpflanzengarten für Besucher an.

Vor einem krautigen Gewächs bleiben wir stehen und reiben die Blätter zwischen unseren Fingern. Der Geruch kommt uns seltsam vertraut vor, auf Cola wären wir aber nicht gleich gekommen. Was da vor uns wächst, ist Eberraute, die aufgrund ihres Geruchs auch Colakraut genannt wird. „Das ist das Tolle an solchen Außenterminen – ich lerne immer wieder Neues kennen“, verrät uns Susanne Giese, die sich wie wir schon lange auf den Termin bei Weleda gefreut hat.

Renate Fühl (rechts) zeigt Globus-Sortimentsmanagerin Susanne Giese und Holger Brinkschulte, Key Account Manager bei Weleda, worauf es bei der Calendula-Ernte ankommt.

Die Calendula-Ernte

Nach dieser Duftprobe erreichen wir unser Ziel: das Calendula-Feld. So weit das Auge reicht, strecken sich hier die leuchtend orangefarbenen Blütenköpfe gen Himmel. Die Ernte ist schon in vollem Gange, die Blüten haben genug Sonne ge­tankt. Überall auf dem Feld pflücken die Gärtner die wertvollen Köpfchen. Ge­erntet wird nur, was die strengen Qualitätsansprüche erfüllt: Die Blüte muss frisch und darf nicht welk sein, die Farbe muss das typische Orange aufweisen und der Duft muss würzig-herb sein. Um diesen hohen Ansprüchen zu genügen, muss die Ernte von Hand erfolgen.

„Maschinell wäre es gar nicht möglich, jede Blüte zu überprüfen“, sagt Renate Fühl. Außerdem können die Mitarbeiter nur an warmen, sonnigen Tagen und nur vormittags, wenn die Sonne am höchsten steht, ernten. Dann sind die Blüten schön geöffnet und die Pflanze zeigt ihre volle Kraft. Der genaue Zeitpunkt der Ernte kann nicht vorausgesagt werden – die Natur gibt den Rhythmus vor. „Es gab auch schon Jahre, in denen es so stark geregnet hat, dass nur sehr wenige Blüten unsere Standards erfüllt haben und die Ernte dementsprechend gering ausfiel“, erzählt Renate Fühl. In guten Jahren hingegen werden bis zu sechs Tonnen Calendula-Blüten in zwei bis drei Durchgängen geerntet.

Von der Pflanze zur Creme

Nur wenige Meter vom Heilpflanzengarten entfernt befindet sich die Tinkturenherstellung. Von der Pflanze zum Pflanzenextrakt sind möglichst kurze Wege wichtig, um die hohe Qualität der Rohstoffe aufrechtzuerhalten. Geerntet wird nur ­so viel, wie am gleichen Tag tatsächlich verarbeitet wird. Die Calendula-Blüten kommen vom Feld direkt in die Ansatztöpfe; sie werden also sofort weiterver­arbeitet. Jetzt wird alles dafür getan, um möglichst viel von den Wirkstoffen der Pflanze zu erhalten. Durch die Extraktion mithilfe von Alkohol, Wasser oder Öl wer­den Calendula-Auszüge für Salben und Cremes gewonnen. Neben den Calendula-Blüten werden hier insgesamt circa 180 Frischpflanzenarten schonend zu alkoholischen und wässrigen Tink­turen für die internationalen Weleda-­Betriebe verarbeitet.

Schutz für zarte Babyhaut

Aus den Calendula-Blüten, deren Ernte wir an diesem Morgen beobachtet haben, entsteht dann unter anderem die beliebte Calendula-Babypflege-Serie. Die Wirkstoffe der Calendula, zum Beispiel Flavonoide, sind für empfindliche Babyhaut be­­sonders gut geeignet, da sie den Aufbau einer widerstandsfähigen und gesunden Haut fördern und sie mit einer schützenden Hülle umgeben. Zudem wirkt die ­Calendula-Babypflege besonders reizlindernd und beruhigend – in Deutschland ist sie daher Hebammen Empfehlung Nummer eins. „Auch wir bei Globus schätzen nicht nur die Produkte, sondern auch die Zusammenarbeit mit Weleda sehr. Und natürlich haben wir viele Artikel der Calendula-Babypflege in den Regalen stehen“, sagt Susanne Giese. Seit 2009 hat Globus einen Großteil des Naturkosmetik-Sortiments im Programm. „Für mich ist die Calendula eine heimische Wunderpflanze – ich sage immer, sie macht alles heil, was auf der Haut verletzt ist“, sagt Renate Fühl zum Schluss. Kein Wunder also, warum die Pflegeserie bei Müttern in ganz Deutschland so beliebt ist!

Das ist Weleda

1921 von Rudolf Steiner gegründet, ist Weleda in­zwischen der weltweit führende Hersteller von ­zertifizierter Naturkosmetik. Im Sinne des Gründers Rudolf Steiner werden Weleda-Produkte nach einem einzigartigen Menschen- und Naturverständnis entwickelt und im Einklang mit der Natur produziert. Neben Naturkosmetika zählen auch mehr als 1 000 Arzneimittel zum Produktportfolio. Weleda hat seinen Sitz im schweizerischen Arlesheim, die deutsche Niederlassung befindet sich in Schwäbisch Gmünd. Weleda-Produkte sind mittlerweile in über 50 Ländern auf der ganzen Welt erhältlich.

Tipp: Sie haben Lust, in die Welt von Weleda einzutauchen? Das Erlebniszentrum mit Heilpflanzengarten wurde 2005 eröffnet und steht Besuchern offen.