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mio, mein Globus-Magazin

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Kindheit digital

Tipps für einen besseren Umgang mit Medien im Familienalltag

Kindheit digital: Medien im Familienalltag

Wer heute Kind ist, wächst mit einer ganz neuen Medienumgebung auf: Schon Einjährige schaffen es, durch Beobachten und Nachahmen ein Smartphone zu bedienen. Klar, der Spaßfaktor ist hoch – aber auch das Suchtpotenzial. Spätestens in der Schule wird der kompetente Umgang mit Medien vorausgesetzt. Das will geübt sein: mio gibt Tipps, wie Sie Ihr Kind beim Eintauchen in die digitale Welt begleiten.

Spaß statt Sucht: Tipps für jedes Alter

1-2 Jahre
Kleinkinder lieben Rituale: Es genügen wenige Inhalte, die Eltern und Kind immer wieder anschauen. Schön sind Kinderlieder mit zwei- bis vierminütigen Zeichentrickvideos.

3–5 Jahre
Kindergartenkinder freuen sich über einen Wechsel aus witzigen und informativen Sequenzen. Dazu eignen sich Fernsehsendungen und sogar Computerspiele oder Apps.

6–10 Jahre
Schon im frühen Grundschulalter können Kinder mit etwas Übung simple Programme und Befehle am Computer ausführen – zum Beispiel ein Bild malen und ausdrucken. Surfen auf geeigneten Internetseiten (siehe Linktipps!) macht Spaß und ist informativ.

11–13 Jahre
Spätestens jetzt bekommen viele das erste eigene Smartphone. Am besten vorher gemeinsam üben, welche Funktionen es bietet. Nun ist vor allem das Kommunizieren mit Freunden interessant und auch für die Schule sind Computer und Internet häufiger im Einsatz.

14–17 Jahre
Teenager möchten zunehmend selbst Verantwortung übernehmen. Informieren Sie sich, womit sich Ihr Kind beschäftigt, lassen Sie ihm aber genügend Freiraum. Achten Sie darauf, dass neben Schule und Medien ausreichend Zeit für Freunde, Unternehmungen und Hobbys bleibt.

Kleinkinder sollten sich maximal 20 Minuten am Tag mit digitalen Medien beschäftigen, Grundschulkinder 30 bis 45 Minuten. Bei älteren Kindern darf es auch mal eine Stunde sein.

Was wir selbst tun können? Vorbild sein!

Es ist ein schleichender Prozess, wenn das Smartphone Begleiter des täglichen Lebens wird. Doch wie sollen Kinder den zurückhaltenden Umgang mit Medien lernen, wenn sie uns Erwachsene ständig mit einem Bildschirm vor der Nase sehen? So fällt es allen leichter:

  • Smartphone an einen festen Platz im Haus legen, stumm schalten und zu festen Zeiten draufschauen statt ständig zwischendurch.
  • Eine Medienzeit vereinbaren, in der alle Familienmitglieder Nachrichten schreiben, surfen oder spielen.
  • Kleinkindern die Dauer der Medienzeit anhand konkreter Ereignisse ankündigen („Wir schauen noch ein Video und dann bauen wir einen Turm mit deinen Bauklötzen!“).
  • Attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten und Kontrastprogramm anbieten: gemeinsam rausgehen, bewegen, toben, Neues entdecken!
  • Das Kind begleiten: Je nach Alter müssen Eltern nicht permanent danebensitzen, sollten aber die Inhalte kennen und darüber ins Gespräch kommen („Welches Abenteuer hat XY aus deiner Serie heute erlebt?“).

    Beobachten Sie Ihr Kind genau: Wirkt es wie versteinert, sehr angestrengt oder gar verängstigt oder aggressiv, verkürzen Sie die Medienzeit und bieten vermehrt Alternativen an, wie gemeinsam ein Buch lesen oder auf dem Spielplatz toben.

Surftipps

... für Eltern

www.schau-hin.info
Im Onlineratgeber „Schau hin! Was dein Kind mit Medien macht“ finden Eltern von drei- bis zwölf-jährigen Kids alles, was sie zu den Themen Schauen, Hören, Spielen, Surfen und Chatten wissen sollten.

www.bzga.de
Auf der Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) findet sich der kostenlose Ratgeber „Gut hinsehen und zuhören!“ zum Download (einfach in der Stichwortsuche eingeben). Der Ratgeber gibt praktischeTipps zum Umgang mit Medien und hilft, sinnvolle Regeln für die eigene Familie zu finden. Lebensnah und sehr empfehlenswert!

www.klicksafe.de
Tipps für mehr Sicherheit im Netz bietet die EU-Initiative klicksafe. Unter dem Stichwort „Schutzmaßnahmen“ erfahren Sie, welche Programme und Filter Computer und Smartphone kindersicher machen.

... für Kinder

Die Website www.kindersache.de vom Deutschen Kinderhilfswerk lädt Kinder zwischen 8 und 13 Jahren zum Stöbern und Mitmachen ein. Hier können sie Nachrichten, Artikel und Videos ansehen sowie selbst Kommentare und ganze Beiträge schreiben.

www.blinde-kuh.de war die erste deutschsprachige Suchmaschine für Kinder. Als redaktionell betreutes Webverzeichnis beschreibt und klassifiziert sie geeignete Internetseiten. Unter dem Suchwort „Sicherheitstipps“ finden die jungen Nutzer Verweise auf kindgerechte Seiten, die sich mit Sicherheit und Risiken im Web und in sozialen Netzwerken beschäftigen.