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Durch die Linse

Was gibt es schöneres, als einen besonderen Moment mit der Kamera für immer auf einem Foto festzuhalten? Wir haben spannende Tipps & Tricks für besser Fotos!

Durch die Linse

Zu einer guten Fotografie gehört so einiges: der Blick für das richtige Motiv, das Licht beachten, einen spannenden Bildausschnitt wählen. Wir haben Tipps für bessere Fotos und mehr Spaß beim Fotografieren!

Das Einmaleins der Fachbegriffe

Digitalkameras – ob kompakt oder Spiegelreflex bieten heutzutage ein tolles Spektrum an Empfindlichkeit. Ob im Urlaub oder im Alltag, morgens oder abends, ständig sind die Lichtverhältnisse anders. Um das beste Licht für Ihre Fotos rauszuholen, können Sie sich Blende und Belichtungszeit zunutze machen. Möchten Sie beispielsweise ein Porträt schießen und eine Person im Vordergrund scharf abbilden, während der Hintergrund verschwimmt, öffnen Sie die Blende. Je stärker sie geöffnet ist, desto mehr Licht fällt auf den Sensor im Inneren der Kamera und desto schärfer erscheinen Motive im Vordergrund. Für Landschaftsaufnahmen oder andere Motive, in denen das gesamte Bild scharf dargestellt werden soll, schließen Sie die Blende. Bei schlechten Lichtverhältnissen sollten Sie den ISO-Wert erhöhen, die Lichtempfindlichkeit. Der Normalbereich liegt zwischen ISO 100 und 400, ein Wert über ISO 800 ist ideal, wenn es etwas dunkler ist. Bewegt sich das Motiv schnell, wählen Sie ebenfalls einen hohen ISO-Wert, aber eine kurze Belichtungszeit.

Die Perspektive macht's
Was ist wichtig für ein gutes Foto? Die Perspektive, klar! Aus der Vogelperspektive von oben, der Froschperspektive von unten oder auf Augenhöhe – je nach Wahl der Höhe zum Motiv können sich spannende Interpretationen ergeben! Und keine Scheu vor ungewöhnlichen Perspektiven, bei denen Sie sich vielleicht auf den Boden legen oder auf eine Mauer klettern müssen: Die Mühe lohnt sich!

Spannender Bildausschnitt

Goldener Schnitt: Für einen harmonischen Bildaufbau kann der Goldene Schnitt hilfreich sein. Er erscheint uns Menschen als besonders schön, weil vieles in der Natur nach diesem Verhältnis der „göttlichen Proportion“ aufgebaut ist. Wir sparen uns die mathematische Formel und halten uns an eine einfache Empfehlung: Platzieren Sie Ihr Motiv nicht genau in der Mitte, sondern lieber etwas zum Rand hin.
Drittel-Regel: Teilen Sie die Aufnahme gedanklich durch zwei vertikale und zwei horizontale Linien, so dass neun gleich große Bildteile entstehen. Platzieren Sie Ihr Motiv oder markante Teile, wie zum Beispiel den Horizont oder Augen, entlang der Linien oder deren Überschneidungspunkten. So wird der Bildausschnitt besonders spannend.
Linien: Wenn Ihnen das gedankliche Teilen eines Motivs nach dem Goldenen Schnitt oder der Drittel-Regel zu kompliziert ist, orientieren Sie sich an Linien. Ob horizontal, vertikal, diagonal oder kurvig – Linien helfen, den Blick des Betrachters zu führen und Dynamik ins Bild zu bekommen.

Beim Bildausschnitt besser vorher eine Auswahl treffen, als nachher den störenden Baumstamm wegretuschieren zu müssen!

Fotografieren bei Nacht: Um nachts gute Bilder hinzubekommen, müssen Sie auf eine längere Belichtungszeit achten. Die Blende sollte generell weiter geöffnet sein, sodass mehr Licht auf den Kamerasensor trifft. Je weiter die Blende offen ist, desto weniger Schärfentiefe wird erzeugt. Stellen Sie die Kamera zusätzlich auf einem festen Untergrund ab.

Die blaue Stunde: Nachts sind alle Katzen grau? Weit gefehlt! In der blauen Stunde, der Zeit der Dämmerung vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang, sind tolle Aufnahmen möglich! Besonders in der Stadt können Sie den Kontrast von tiefblauem Himmel und Beleuchtung gut einfangen. Da lohnt sich früh aufstehen oder lange wach bleiben!

Das Licht ist entscheidend für die Stimmung des Bildes. In welcher Richtung verläuft es? Ist es eher weich oder hart? Erzeugt es eine besondere Stimmung? Über diese Faktoren der Beleuchtung sollten Sie für ein gelungenes Foto nachdenken

Top-4-Kameratypen

Digitale Kompaktkamera:
Sie ist ideal für unterwegs, denn sie ist leicht, klein und bietet eine Vielzahl vorprogrammierter Modi. So kann sie auch ohne große Einweisung genutzt werden, zum Beispiel von Kindern.

Bridgekamera:
Wie der Name schon sagt – die Bridgekamera schlägt eine Brücke zwischen der digitalen Kompaktkamera und der Spiegelreflexkamera. Sie ist deutlich größer, viele Funktionen lassen sich manuell steuern und der Zoombereich bietet mehr Spielraum. Allerdings kann das Objektiv nicht ausgewechselt werden.

Spiegelreflexkamera:
Sie gewährleistet größtmögliche Einstellmöglichkeiten und eine enorm gute Bildqualität. Verschiedene Objektive für unterschiedliche Einsatzbereiche machen die Spiegelreflexkamera besonders flexibel, allerdings ist sie inklusive Equipment sehr schwer und erfordert eine intensive Einarbeitung. Immer beliebter wird die kompaktere Systemkamera: Ihr fehlt der Spiegel und die Bildvoreinstellung erfolgt über einen elektronischen Sucher.

Polaroidkamera:
Sie erlebt zurzeit ein Revival. Der Reiz: Das geschossene Foto wird sofort ausgedruckt, ohne dass es zuvor betrachtet oder bearbeitet werden kann. Ungekünstelte Schnappschüsse in Echtzeit sorgen für viel Fotospaß.

"Nach meinem Verständnis ist Fotografie die Kunst der Beobachtung. Es geht darum, etwas Interessantes im Gewöhnlichen zu finden.“
Elliott Erwitt, Fotograf

Hohe Motive im Hochformat, breite Motive im Querformat – das muss nicht zwingend die beste Wahl sein! Je nach Motiv bietet sich vielleicht gerade das Format an, welches Sie nicht zuerst gewählt hätten.

Kleiner Smartphone-Exkurs

Wir zeigen Ihnen, wie Sie auf Selfies besonders gut aussehen!

Beleuchtung: Tageslicht eignet sich am besten, so wirkt das Bild natürlich. Bei Kunstlicht sollte die Lichtquelle von vorn kommen, um unschöne Schatttenwürfe, z. B. unter den Augen, zu vermeiden.
Gesichtsausdruck: Fast jeder kann mit einem Duckface (einem zur Kussschnute gezogenen Mund) gut aussehen – allerdings ist dieser Trend passé. Alternative: Mit einem simplen, herzlichen Lächeln machen Sie nie etwas verkehrt.
Pose: Die Zauberformel heißt: Arm um 45 Grad vom Körper weg halten, ihn dabei nicht ganz ausstrecken und die Kamera etwas oberhalb der Augenlinie positionieren. Dann leicht nach oben in die Linse (nicht auf das Display) blicken. So hat das Doppelkinn keine Chance! Drehen Sie den Oberkörper leicht zur Seite, um eine interessante Perspektive zu erhalten, und rücken Sie Ihre Schokoladenseite in den Fokus.