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Silvesterbräuche weltweit – so feiern die anderen

Wie feiern Sie Silvester? Mit „Dinner for one“, Sekt und Bleigießen? Höchste Zeit für neuen Schwung zum Jahreswechsel! Wir verraten Ihnen internationale Traditionen, mit denen Sie gegebenenfalls Ihre Party bereichern können.

Silvesterbräuche weltweit – so feiern die anderen

Wie feiern Sie Silvester? Mit „Dinner for one“, Sekt und Bleigießen? Höchste Zeit für neuen Schwung zum Jahreswechsel! Wir verraten Ihnen internationale Traditionen, mit denen Sie gegebenenfalls Ihre Party bereichern können.

Apfelorakel

Statt Blei zu gießen, um einen Blick in die Zukunft zu werfen, befragen die Tschechen ein Orakel der etwas anderen Art. Sie halbieren Äpfel und betrachten sich das Kerngehäuse: Bilden die Kerne darin einen Stern, ist einem das Glück hold, ist ein Kreuz zu sehen, droht Unheil.

Rotes Geheimnis

Die Italiener haben einen etwas delikaten Brauch: (Vornehmlich) Frauen tragen zum Jahreswechsel rote Unterwäsche. Diese muss allerdings ein Geschenk gewesen und ungetragen sein. Das soll der Trägerin im neuen Jahr Glück und Liebe bringen. Auf den Teller kommen in Italien traditionell Linsen und Schweinshaxe. Da Linsen Münzen ähneln, stehen sie für Wohlstand.

Strandparty

Auch in Brasilien wird farbige Unterwäsche getragen – rote für Liebe, gelbe für Geldsegen und weiße für Frieden. Darüber trägt man klassisch weiß. Und da es zum Jahreswechsel ziemlich warm ist, feiern die Brasilianer am Strand, wo sie über sieben Wellen springen, um sich sieben Wünsche zu erfüllen. Dazu werden Kerzen in den genannten drei Farben in den Sand gestellt.

Wie Gott in Frankreich

In Frankreich ist es verboten, Feuerwerk zu veranstalten. Stattdessen lassen es unsere Nachbarn auf der Tafel richtig krachen: Essen die Franzosen schon das ganze Jahr über sehr gut, darf es zu Silvester noch eine Schippe mehr sein. Feinkostgeschäfte machen daher auf den letzten Metern noch die Umsätze des Jahres mit beispielsweise Kaviar, Champagner, Stopfleber, Hummer und Austern.

Andächtig

Einen etwas demütigen Start legen die Briten hin, die zu Mitternacht „Auld Lang Syne“ anstimmen, um ihren verstorbenen Freunden und Verwandten aus dem vergangenen Jahr zu gedenken. Gefeiert wird im Anschluss natürlich dennoch, meist jedoch recht besinnlich. Und am Neujahrstag werden selbst gebackene, mit Hackfleisch gefüllte Pies verschenkt, die Glück bringen sollen.

Trauben-Wettessen

In Spanien wird um Mitternacht zu jedem Glockenschlag eine grüne Traube gegessen – wem das gelingt, dem werden zwölf Wünsche erfüllt. Wer es nicht schafft, muss dem Brauch nach mit Pech im neuen Jahr rechnen. Damit die Trauben besser „flutschen“ wird ein wenig geschummelt: Es gibt geschälte und entkernte Trauben eingelegt in der Dose zu kaufen.

Auf Glückssuche

Auch bei den Griechen steht ein Lebensmittel im Fokus: Die Vassilopita, eine Art süßer Brotkuchen, wird traditionell zu Silvester gebacken. Im Teig versteckt sich eine Münze, die demjenigen, der sie findet, Glück bescheren soll. Bis Mitternacht vertreibt man sich in Griechenland übrigens die Zeit mit Glücksspielen, ob privat mit Karten oder im Kasino.

Schnee in Südamerika

Die Argentinier, allem voran die Bewohner von Buenos Aires, befreien sich zu Silvester von Altlasten. Zu diesem Zweck werden alte Unterlagen und Dokumente zerrissen oder geschreddert und über den Tag verteilt aus den Fenstern geschüttet. Abends knallen dann, wie bei uns auch, Korken sowie Feuerwerkskörper.

Feuerbann

In Ecuador ist es Tradition, um Mitternacht große Puppen aus Pappe oder Stoff auf den Straßen zu verbrennen. Dadurch wird im übertragenen Sinne das alte Jahr verbrannt, daher heißen die Figuren auch „año viejo“, altes Jahr. Abgebildet werden beispielsweise Comicfiguren oder Politiker. So mancher bastelt an seiner año viejo das ganze Jahr, weswegen es am 31. Dezember teilweise richtige Kunstwerke zu bestaunen gibt.

Übrigens
Wissen Sie woher der Brauch kommt, sich einen „guten Rutsch“ zu wünschen? Dieser Ausspruch leitet sich vom hebräischen „A God Rosch“ ab und bedeutet „einen guten Neuanfang“. In diesem Sinne: guten Rutsch!