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mio, mein Globus-Magazin

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Wunderbarer Wald – was er uns gibt, wie er uns gut tut

Wann waren Sie zuletzt zwischen Baumriesen und knospendem Buschwerk unterwegs? Gerade jetzt im Frühling, wenn die Pflanzen- und Tierwelt erwacht, ist ein Spazier­gang oder ein Tag im Wald ein erhebendes und inspirierendes ­Erleb­nis. Und die besondere ­Atmo­sphäre tut Körper und Seele gut.

Wunderbarer Wald – was er uns gibt, wie er uns gut tut

Wann waren Sie zuletzt zwischen Baumriesen und knospendem Buschwerk unterwegs? Gerade jetzt im Frühling, wenn die Pflanzen- und Tierwelt erwacht, ist ein Spazier­gang oder ein Tag im Wald ein erhebendes und inspirierendes ­Erleb­nis. Und die besondere ­Atmo­sphäre tut Körper und Seele gut.

Federnde Schritte auf weichem Boden, der Geruch nach Erde und Vegetation, hier das Klopfen eines Spechtes, dort ein Rascheln im Gebüsch. Ein blaues Veilchen blinkt zwischen welkem Laub hervor – der Wald ist ein Erlebnis für alle Sinne. Und nicht nur das – er ist zugleich ein faszinierender, hochkomplexer Lebensraum und für uns Menschen ein Ort der Erholung und Entspannung.

Grüne Lunge, Oase der Ruhe

Auch die Wissenschaft nimmt den Wald derzeit verstärkt ins Visier. Medizinische Untersuchungen belegen, was Waldbesucher schon lange spüren: Ein Aufenthalt im Wald ist gut für unsere Gesundheit. Die frische Waldluft ist sauerstoffreich und staubarm. Und sie ist angereichert mit den Duftstoffen der Bäume, darunter ätherische Öle, die unser Immunsystem stärken. Es gibt sogar Hinweise, dass es sich dann besser gegen körpereigene Krebszellen zur Wehr setzen kann. Wenn wir uns hier bewegen, kurbeln wir zugleich unser Herz-Kreislauf-System an. Und ein Spaziergang im Wald, fernab von Lärm und Hektik der Zivilisation, wirkt beruhigend und entspannend, der Blutdruck sinkt, Stresssymptome verschwinden. In Japan sind Ausflüge in den Wald, das sogenannte Waldbaden („Shinrin Yoku“), fester Bestandteil der Gesundheitsvorsorge. Dort ist Waldmedizin ein anerkanntes Fachgebiet und mittlerweile gibt es auch hierzulande, in Heringsdorf auf Usedom, Europas ersten Kur- und Heilwald.

Im Wald unterwegs

Umso besser, dass in Deutschland das Betreten des Waldes zum Zweck der Erholung ausdrücklich gestattet ist – das gilt auch für die Wälder in Privatbesitz, die fast 50 Prozent des Waldbestandes ausmachen. Ganz unkompliziert und spontan können Sie beim nächsten Sonntagsspaziergang den Wald am Stadtrand erkunden. Die Kombination aus Bewegung, vielfältigen Sinneseindrücken und direktem Naturerleben wird Ihren Ausflug zu einem beson­deren Erlebnis machen. Und zwar nicht nur bei Bilderbuchwetter – schließlich schützt das Blätterdach der Bäume Sie vor Regen oder Sonnenhitze.

Ideen für Aktive

Der Wald kann auch Bühne für besondere Aktivitäten sein. Machen Sie doch mal eine Waldrallye mit der ganzen Familie. Beim Zapfenweitwurf, Tierspuren-Raten und Baumstamm-Balancieren werden Wissensdurst, Bewegungsdrang und Abenteuerlust befriedigt. Tipp: die Waldentdecker-Broschüre der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald mit vielen weiteren Ideen.

Vielleicht gibt es in Ihrer Nähe einen Erleb­nis- oder Lehrpfad mit Hinweistafeln und Stationen zum spielerischen und sportlichen Erleben des Waldes. Auf Tour mit dem Förster oder einem anderen Waldexperten können Sie bei einer Vogel- oder Pilzwanderung viel Neues über unsere heimische Natur erfahren. Und wenn Sie Wildtiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten wollen: Im Wildpark zeigen sich Luchs und Elch, Wisent und Wolf den Besuchern aus nächster Nähe. Einen spannenden Perspektivenwechsel bietet ein Baumkronenpfad – hoch über der Erde auf Augenhöhe mit den höchsten Wipfeln des Waldes sind Sie mittendrin im Lebensraum von Eichhörnchen und Specht. Und vielleicht wollen Sie ja selbst ­Verantwortung für diesen einzigartigen Lebensraum übernehmen und bei einer Waldpflegeaktion oder in einer Naturschutz­organisation aktiv mithelfen.

Bei treffpunktWALD sind aktuelle Projekte aufgelistet, hier und bei In den Wald finden Sie noch viele weitere regionale Angebote rund um aktives Walderleben: Forstmuseen, Waldkunst, Nachtwanderungen, Waldtheater … In diesem Sinn: Auf bald im Wald!

Web-Tipp:
Unser Waldkulturerbe des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft: Infos und Broschüren für Groß und Klein

Kleiner Wald-Knigge

  • Pflanzen und Tiere schonen: keine Äste abknicken oder Rinden einritzen, Rückzugsräume der Tiere respektieren, besonders in der Brut- und Setzzeit (April bis Juni) und im Winter.
  • Maßvoll mitnehmen: Sie dürfen Blumen, Beeren, Nüsse und Pilze, sofern sie nicht geschützt sind, in kleinen Mengen für den privaten Gebrauch pflücken oder sammeln (sogenannte „Handstrauß-regelung“).
  • Absperrungen beachten – auch zur eigenen Sicherheit (etwa bei Baumfällarbeiten).
  • Rücksicht auf andere Waldbesucher nehmen – davon profitieren alle, ob Spaziergänger, Reiter, Radfahrer oder Jogger.
  • Hunde anleinen.
  • Nicht rauchen und kein Feuer machen – Brandgefahr!
  • Müll wieder mit nach Hause nehmen.

Der deutsche Wald – Zahlen und Fakten

  • Die 11,4 Millionen Hektar Wald machen knapp 1/3 der Fläche Deutschlands aus.

  • Die waldreichsten Bundesländer sind Rheinland-Pfalz und Hessen: 42 Prozent ihrer Landesfläche bestehen aus Waldgebieten.

  • Jährlich erzeugt der Wald in Deutschland etwa 25 bis 38 Millionen Tonnen Sauerstoff.

  • Mehr als 574 000 Kilometer Waldwege laden zum Erkunden ein.

  • Hier leben 140 Wirbeltierarten und 6 500 Insektenarten, es wachsen 76 Baumarten und 116 Straucharten.

Übrigens: Die „Alten Buchenwälder Deutschlands“ sind als Teil der europäischen Buchenurwälder UNESCO-Weltnaturerbe, viele weitere deutsche Waldgebiete sind Nationalpark, Biosphärenreservat oder Naturpark.