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Brothing – Brühe statt Kaffee

Für unsere Großeltern war es selbstverständlich, eine Brühe aus Knochen zu kochen. Heute gibt es zwar leckere Fertig-Bouillon und Fonds – eine selbst zubereitete Brühe bleibt aber etwas ganz Besonderes. Neu ist, sie statt zum Mittagessen bereits zum Frühstück zu trinken. Eine Brühe to go, bitte!

Brothing – Brühe statt Kaffee

Für unsere Großeltern war es selbstverständlich, eine Brühe aus Knochen zu kochen. Heute gibt es zwar leckere Fertig-Bouillon und Fonds – eine selbst zubereitete Brühe bleibt aber etwas ganz Besonderes. Neu ist, sie statt zum Mittagessen bereits zum Frühstück zu trinken. Eine Brühe to go, bitte!

Hollywood-Stars schwören plötzlich auf ihre tägliche Fleischbrühe als Schönheitskur und Jungbrunnen-­Elixier und in New York stehen Menschen Schlange für einen Becher Brühe to go. Und das nicht erst am Mittag, ­sondern schon am Morgen, quasi als Kaffeeersatz. Denn statt einen kurzen Koffeinkick zu geben, soll die Brühe lange sättigen und für Energie sorgen.

Doch was macht die Brühe so besonders? Viele möchten nicht mehr auf sie verzichten, da eine Schale warme Kraftbrühe das Immunsystem stärken soll. Das kennen wir aus unserem Alltag: Kündigt sich eine Erkältung an, kochen wir uns eine Suppe. Gemütlich eingekuschelt zu Hause eine warme Brühe zu schlürfen, tut einfach gut. Dazu soll eine Fleischbrühe sogar Heißhunger und Stimmungsschwankungen vorbeugen und für schöne Haut, Haare und Nägel sorgen. Ob das alles stimmt, ist nicht bewiesen, Fakt ist aber: Die Brühe schmeckt einfach lecker.

Während die Knochen früher nach der Mahlzeit übrig blieben und aus der Not heraus weiterverarbeitet wurden, können sie heute extra fürs Suppekochen gekauft werden. Außer ein paar Gewürzen kommt keine große Einlage dazu – denn die neue Brühe wird getrunken, nicht gelöffelt.

Viele Foodtrends lassen sich gut mit unserem immer schneller werdenden Alltag kombinieren und stellen keine großen Herausforderungen an die Beschaffung der Zutaten oder ihre Zu­bereitung. Außerdem geht der Trend zur vegetarisch-veganen Küche. Die Brühe jedoch stellt alles auf den Kopf – hier werden Tierknochen stundenlang ausgekocht! Köche und Kochbuch­autoren empfehlen sogar eine Kochzeit von bis zu 18 Stunden. Aber keine Sorge: Zwei bis drei Stunden sollten für eine leckere Brühe völlig ausreichend sein. Eine vegetarische Variante ist natürlich auch möglich, hier sorgt Suppengemüse für das kräftige Aroma. Und wer mag, verfeinert sein Getränk mit Nudeln oder Kartoffeln und einer Gemüseeinlage.

Grundrezept Brühe


Zubereitung

Zubereitung

Für ein besonders intensives Aroma werden die gewaschenen und trocken getupften Knochen zunächst 20–30 min im Ofen bei 150 °C Umluft geröstet. Anschließend in einen großen Topf geben und mit kaltem Wasser bedecken. Zum Kochen bringen und bei geringer Hitze etwa 1 h schmoren lassen. Schaum und Fett an der Oberfläche abschöpfen. Geputztes und gebündeltes Suppengemüse, geschälte und halbierte Zwiebel, Knoblauchzehen sowie Lorbeerblätter dazugeben und nochmals 1 h köcheln lassen. Nach der Kochzeit Gemüse und Knochen entnehmen und die Suppe durch ein Tuch passieren oder mit einem feinen Sieb filtern. Nach Bedarf würzen.

Die Brühe hält sich ein paar Tage lang im Kühlschrank und lässt sich in Eiswürfelbehältern oder Frischhaltedosen einfrieren und portionsweise auftauen. Sie ist auch eine ideale Basis für Soßen.