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Craft Beer: Klasse statt Masse

Wer charaktervolles Bier fernab von Massenproduktion mag und Wert auf hohe Qualität legt, wird diesen Trend lieben: Craft Beer mit geheimnisvollen Namen wie Anchor Steam Beer, Bernstein Weizen, Meerjungfrau oder Propeller Aufwind verspricht besonderen Genuss. Wir beantworten die wichtigsten Fragen. Wie es schmeckt, probieren Sie am besten selbst!

Craft Beer: Klasse statt Masse

Wer charaktervolles Bier fernab von Massenproduktion mag und Wert auf hohe Qualität legt, wird diesen Trend lieben: Craft Beer mit geheimnisvollen Namen wie Anchor Steam Beer, Bernstein Weizen, Meerjungfrau oder Propeller Aufwind verspricht besonderen Genuss. Wir beantworten die wichtigsten Fragen. Wie es schmeckt, probieren Sie am besten selbst!

Was ist Craft Beer? Im eigentlichen Wortsinn bedeutet „Craft“ Handwerk. Craft Beer wird in kleinen Mengen hergestellt und bildet den Kontrast zur industriellen Massenware. Kleine, experimentierfreudige Brauereien und kreative, leidenschaftliche Bierliebhaber brauen es aus hochwertigen und wertvollen Rohstoffen, erfinden dabei alte Rezepturen neu oder wenden alternative Brautechniken an. So manche „Gypsy Brewer“ suchen sich kleine, geeignete Brauereien, die ihre Idee für ein Bier umsetzen und es abfüllen.

Einige Hersteller spezialisieren sich auf neue Brautechniken, andere setzen auf Altbewährtes und längst Vergessenes wie die Kalthopfung oder Flaschengärung. Bekannte Sorten sind zum Beispiel Pale Ale, IPA (India Pale Ale), Stout, Porter und Lambik. Sie haben ihren Ursprung im angelsächsischen Raum und werden heute von einigen Brauern neu interpretiert. Dabei stehen Craft Beer und deutsches Reinheitsgebot auch nicht zwangsläufig im Widerspruch.

Woran erkennt man Craft Beer im Regal?
Craft Beer ist oft in besondere Flaschen abgefüllt oder mit individuell designten Etiketten versehen. Deutsche Bierspezialitäten wie Zwickel, Pils, Kellerbier, Helles, Weizen und Kölsch werden in der Regel nicht als Craft Beer geführt, obwohl auch sie oft nach alter handwerklicher Tradition hergestellt werden. Nutzen die Brauereien allerdings spezielle Verfahren oder Rohstoffe, kann auch ein Weizen als Craft Beer kategorisiert werden. Letztendlich liegt es im Auge des Betrachters, ob es sich um eine Bierspezialität oder um Craft Beer handelt. Individualität und Handwerk haben auf jeden Fall Konjunktur.

Craft Beer: Wer hat’s erfunden?
So genau lässt sich das nicht beantworten. Die meisten Brauer, die schon früh auf Craft Beer setzten, finden sich in den USA. Bereits in den 1970er-Jahren begannen sie dort, neue Rezepturen zu entwickeln. Grund war ein eher fades Angebot auf dem Markt: Durch die industrielle Massenproduktion großer Marken gab es Bier zwar in großen Mengen, aber in immer kleinerer Auswahl. Mit hochwertigen Zutaten und innovativen Rezepturen wollten die Brauer beweisen, wie vielseitig die Braukunst tatsächlich sein kann.

Wie kam der Trend nach Deutschland?
Hinter Craft Beer steht eine einzigartige Bewegung leidenschaftlicher Biertrinker auf der ganzen Welt. In Deutschland war das Angebot an unterschiedlichen Bieren schon früher so groß, dass die Craft-Beer-Bewegung aus Nordamerika lange keine nennenswerte Rolle gespielt hat. Etwa seit 2010 sind die neuen handwerklich gebrauten Biere jedoch hoch im Kurs. Kein Wunder: Immer mehr Menschen legen besonderen Wert auf Herkunft, Qualität und Herstellungsweise von dem, was sie essen und trinken. Zudem ist das Interesse an Nischenprodukten und Spezialitäten aus aller Welt groß.

Die speziellen Biere von experimentierfreudigen kleinen Brauereien haben einen besonderen Platz im Regal. In Ihrem Globus Markt kennzeichnen Plakate oder Schilder den Standort von Craft Beer. Je nach Markt sind zwischen 25 und 90 Sorten erhältlich.