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Bunt, bunter, Karneval

Wir haben für Sie Wissenswertes rund um die närrische Zeit zusammengestellt.

Bunt, bunter, Karneval

Karneval, Fastnacht, Fasching – egal, wie Sie das bunte Treiben in der „fünften Jahreszeit“ nennen, es macht einfach Laune. Wir haben für Sie Wissenswertes rund um die närrische Zeit zusammengestellt.

WIESO FEIERN WIR?

Der Karneval, wie wir ihn heute kennen, hat sehr wahrscheinlich einen christlichen Ursprung. Er leitet die 40-tägige Fastenzeit ein, die mit dem Aschermittwoch beginnt und bis Ostern andauert. Die Zeit davor soll noch einmal reichlich ausgekostet werden. So schlägt man sich auch heute noch ordentlich den Bauch voll – klassischerweise mit leckerem süßen Mehlgebäck, je nach Region Berliner, Krapfen oder Kräppel genannt. Karneval wird weltweit sehr unterschiedlich zelebriert, allen Festen gleich ist jedoch, dass Verkleiden sowie Musik und Tanz eine wesentliche Rolle spielen. In der Karnevalshauptwoche bricht in den deutschen Hochburgen wie Köln, Düsseldorf oder Mainz der Ausnahmezustand aus. Gerade für Rosenmontag ist der Urlaubsantrag fast Pflicht, denn in den Nabeln der Faschingswelt finden die großen Straßenumzüge statt – die Höhepunkte des alljährlichen bunten Treibens. Tausende Menschen sind dann ab 11:11 Uhr auf den Straßen unterwegs, um daran teilzunehmen oder ausgelassen mitzufeiern.

HELAU UND ALLEH HOPP

Doch auch in anderen Regionen Deutschlands wird Fasching gefeiert. Neben Umzügen und Straßenfesten gibt es in vielen kleineren Gemeinden Elferrats-Sitzungen und ein reges Fastnachtstreiben mit unterschiedlichen Bräuchen und Narrenrufen. Angebote für Verkleidungs- und Mottoparty-Liebende finden sich eigentlich überall: Von Bars über kleine Clubs bis zu Großraumdiscos – viele Locations nehmen die Faschingszeit zum Anlass, bunte Feten zu schmeißen. Denn ob „Helau“ in Mainz und Düsseldorf, „Alaaf“ in Köln, „Alleh Hopp“ im Saarland oder „Ahoi“ in Norddeutschland – wenn schon gefeiert wird, dann richtig.

FASCHING MAL ANDERS – 3 ALTERNATIVE BRÄUCHE


1.

Der Karneval in Bremen ist wahrhaftig kein gewöhnlicher – denn hier ist Samba der Schwerpunkt. Ein buntes Meer aus Kostümierten verwandelt die Innenstadt in eine Partymeile, internationale Tanzgruppen ziehen zu Sambarhythmen durch die Straßen. Im Vordergrund stehen Maskenspiel, Tanzkunst und Akrobatik.

2.

In Süddeutschland und Österreich gibt es den Brauch der Faschingshochzeit. Es wird dabei nicht wirklich geheiratet, vielmehr handelt es sich um eine organisierte Spaßveranstaltung, die oft von Trachten- beziehungsweise Schützenvereinen oder Freiwilligen Feuerwehren organisiert wird. Das „Paar“ trägt dabei meist traditionelle Tracht, ein buntes Hochzeitspublikum und -programm begleitet die Zeremonie. Die „Ehe“ währt dann aber nur bis Aschermittwoch

3.

Bei der schwäbisch-alemannischen „Fasnet“ geht es kostümtechnisch etwas anders zu: Dort feiert man nicht mit Pappnasen und Perücken, sondern als Hexen und gruselige Fabelwesen verkleidet. Das boomt: Im Südwesten Deutschlands gibt es heute etwa stolze 1 700 Narrenzünfte.

ZAHLEN UND FAKTEN ZUR 5. JAHRESZEIT

  • Das Wort „Karneval“ stammt vermutlich vom italienischen „carnevale“, was übersetzt so viel wie „Fleisch, lebe
    wohl!“ bedeutet.

  • Die Karnevalsaison beginnt offiziell bereits am 11.11. um 11:11 Uhr – sie dauert also bis zu vier Monate, weshalb sie auch „fünfte Jahreszeit“ genannt wird.

  • Die oftmals gesellschaftskritische Charakteristik des Karnevals etablierte sich im 19. Jahrhundert mit der Besetzung des Rheinlandes durch Napoleon, als politische Veranstaltungen verboten wurden und zunächst heimlich gespottet wurde.

  • Die Menschen in Deutschland geben pro Jahr schätzungsweise circa 300 Millionen Euro für Kostüme und Zubehör aus.

  • Allein am Rosenmontag werden in Deutschland jedes Jahr rund 300 Tonnen Kamelle geworfen. Das kann schon mal ins Auge gehen, aber aufgepasst: Wer durch einen Kamellewurf verletzt wird, hat laut Gesetzgebung kein Anrecht auf Schadenersatz.