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mio, mein Globus-Magazin

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Mensch und Tier – einfach unzertrennlich!

Eine Liebeserklärung ans Haustier

Mensch und Tier – einfach unzertrennlich!

„Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht“, sagte Schauspieler Heinz Rühmann einst. Wir finden: Stimmt! Seine Worte lassen sich auch auf Katzen, Meerschweinchen, Hasen, Ziervögel und andere kleine Begleiter beziehen. Eine Liebeserklärung ans Haustier.

Seit die Menschen sesshaft geworden sind, leben sie mit Tieren zusammen. Der Anfang war pragmatisch: Wölfe wurden als Jagd- und Wachtiere gezähmt, Huftiere für den Transport schwerer Waren oder für die Feldarbeit eingespannt. Mit einer kleinen Herde von Rindern oder Schafen waren außerdem Fleisch, Milch, Fell und Wolle stets verfügbar. Katzen wiederum mochte man, da sie den Mäusen in der Speisekammer Einhalt geboten.

Heute sehen wir in Haustieren unverzichtbare Freunde, die ihren festen Platz in der Gesellschaft haben – auch wenn sie für den Gütertransport längst nicht mehr gebraucht werden und smartphonegesteuerte Alarmanlagen den Wachhund ersetzen können. Im Jahr 2012 zählte der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e. V. noch 31 Millionen Haustiere in Deutschland. Bis 2017 waren es, laut Industrieverband Heimtierbedarf e. V. (IVH), schon rund 35 Millionen – und die Begeisterung ist ungebrochen.

Ob im Single-Haushalt oder als Ergänzung einer mehrköpfigen Familie: Kuschelige Zeitgenossen auf vier Pfoten, Piepmätze und Fische gehören dazu. Viel mehr noch: Haustiere tun ihren Besitzern gut. Studien ergaben, dass schon die bloße Anwesenheit, erst recht aber das Streicheln von Tieren Blutdruck und Herzfrequenz senken können. Insbesondere Hunde tragen durch regelmäßiges Gassigehen zu einem aktiveren, gesünderen Lebensstil bei. Und ein Tier im Haus vertreibt nicht nur das Gefühl von Einsamkeit, sondern erleichtert auch den Kontakt mit anderen Menschen, weil es unverfänglich und sympathisch für Gesprächsstoff sorgt.

Mit seinem liebenswerten und loyalen Lebensbegleiter pflegt der Mensch eine unvergleichliche Beziehung, der wir uns im Folgenden widmen – mit lustigen Geschichten, vielen Tipps und Selbstgemachtem.

Fellnase, Fisch und Federvieh

Die Top 5 unter den Haustieren
Hund oder Katze? Daran scheiden sich die Geister. Zumindest die Zahlen sind klar: Die Deutschen halten mehr Katzen als Hunde.
So viele der beliebtesten Haustiere lebten 2017 in Deutschland:

Ohne eigenes Tier mit Tieren leben?

Die Mitarbeiter vieler Tierheime sind froh über Unterstützung. Sei es das Ausführen eines Hundes, das regelmäßige Spielen mit einer Katze oder die Fürsorge für ein Kleintier: Durch regelmäßigen menschlichen Kontakt haben Heimtiere es leichter, sich wieder in ein häusliches Umfeld einzufinden, sobald neue Besitzer in ihr Leben treten. Eine andere Möglichkeit ist „Haustier-Sitting“ – also das Versorgen von Tieren, während die Besitzer verreist oder bei der Arbeit sind. Über einfache Aushänge oder Nachbarschaftsnetzwerke wie nebenan können Sie fündig werden.

Welches Tier passt zu mir? In unserem Haustier-Check finden Sie es ganz leicht heraus!

DIY-Tipps für Tierhalter

Upcycling hat nie mehr Spaß gemacht: Aus alten Dingen können tolle Spielzeuge werden!

Rassel-Maus für Katzen
So geht’s: Füllen Sie das gelbe Plastikei aus dem Inneren eines Überraschungseis mit einigen trockenen Bohnen oder Erbsen. Verschließen Sie es wieder. Jetzt können Sie es in einen Stoffrest wickeln, den Sie mit Schnüren und/oder Schleifen fixieren. Wer Handarbeiten mag, kann auch eine kleine Tasche nähen oder stricken, in die das Ei genau hineinpasst, oder einen Überzug häkeln. Dann wird eine lange Schnur an der „Maus“ befestigt – fertig ist das Katzenspielzeug!

Ausguck für Wellensittiche
So geht’s: Umwickeln Sie den oberen Teil eines Kleiderbügels fest mit griffigem Stoff, zum Beispiel Streifen von einem alten Sweatshirt. Fädeln Sie dann zwei Glöckchen auf zwei Stück Paketschnur und binden Sie diese links und rechts an dem Bügel fest. Hängen Sie den Bügel an eine Stelle, die Ihr Piepmatz gut ansteuern kann; etwa die Gardinenstange.
Vorsicht: Dabei muss das Fenster natürlich geschlossen sein! Nun kann Ihr Wellensittich bequem auf der unteren Strebe des Kleiderbügels Platz nehmen, um sich mit den Glöckchen zu beschäftigen oder die Aussicht zu genießen.

Kau-Knoten für Hunde
So geht’s: Schneiden Sie zwei ausrangierte T-Shirts in Streifen von ca. drei Zentimeter Breite. Variante A: Alle Streifen werden der Länge nach nebeneinandergelegt und zu einem dicken Knoten verschlungen. Variante B: Streifen dreiteilen und einen dicken Zopf flechten. Behalten Sie zwei Streifen zurück: Damit werden oben und unten die Enden fixiert.
Tipp: Ihr Vierbeiner wird sein neues Spielzeug umso mehr lieben, wenn Sie ungewaschene, getragene Shirts nehmen – denn die riechen ja nach seinem Lieblingsmenschen!

Loyales Herrchen oder kreativer Katzenfreund?

Psychologen der University of Texas in Austin haben die Antworten von 4 500 Tierfreunden ausgewertet. Sie kommen zu dem Schluss, dass „Hundemenschen“ tendenziell extrovertierter, verträglicher und gewissenhafter sind. „Katzenmenschen“ punkten eher durch Kreativität und kritisches Denken.

Haustiere anderer Länder

Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts GfK hat weltweit mehr als die Hälfte aller Menschen mindestens ein Haustier. Die Vorlieben sind national verschieden.

Südamerika liebt Hunde, Russland Katzen
Rund 60 Prozent der Brasilianer, Argentinier und Mexikaner halten Hunde. Katzen sind weniger als halb so stark vertreten. In Russland verhält es sich genau umgekehrt.

Türken mögen Ziervögel
Während in den meisten europäischen Ländern Hund und Katze um die Poleposition konkurrieren, haben die Türken einen ganz anderen Favoriten: Hier nehmen Ziervögel mit einer Verbreitung von 20 Prozent den ersten Platz ein.

Asien: Noch zögerlich
In vielen asiatischen Ländern haben über 60 Prozent der Menschen überhaupt kein Haustier. Falls doch, dann unter Umständen eines, mit dem man nicht so stark auf Tuchfühlung gehen muss: Zierfische sind hier stark verbreitet. In China nimmt jedoch auch die Begeisterung für Haushunde zu: Ein Viertel der Befragten hat eine treue Schnauze zu Hause.

Stars und ihre geheimen Lieblinge

Haustiere scheren sich nicht um Intrigen, Klatsch und schlechte Presse. Kein Wunder also, dass viele Prominente ein besonders inniges Vertrauensverhältnis zu ihnen haben!

Katzen-Dynastie auf Key West
Schriftsteller Ernest Hemingway liebte es, in Gegenwart seiner Katzen zu leben und zu schreiben. Noch heute besiedeln viele Dutzend Nachkömmlinge seiner Katze Snowball das frühere Anwesen auf Key West in Florida. Zu erkennen sind viele von ihnen daran, dass sie, wie Snowball, sechs Zehen statt der üblichen fünf haben.

Liebe bis in den Tod …
Freddie Mercury, Leadsänger von Queen, setzte seiner Katze Delilah mit dem gleichnamigen Song ein musikalisches Denkmal. Auch bei seinem Tod soll sie bei ihm gewesen sein. Noch einen Schritt weiter ging der Preußenkönig Friedrich der Große: Er ließ seine Hunde in unmittelbarer Nähe der Grabstelle beisetzen, die er für sich selbst ausersehen hatte.

… und über den Tod hinaus
George Clooney hielt sich ein Hängebauchschwein – fast 20 Jahre lang! Nach dessen Tod soll er sogar versucht haben, über ein Medium wieder Kontakt mit ihm aufzunehmen.

Schräge Tiergeschichten


Wunderspatz aus London

Der zahme Spatz Clarence, der als Küken in die Hände seiner Ziehmutter geriet, hielt während der Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg Londoner im Luftschutzbunker mit Kunststücken bei Laune. So konnte er zum Beispiel auf einer Konservendose Position beziehen, den rechten Flügel heben und eine zunächst leise, dann immer lauter anschwellende Rede tschilpen, an deren Ende er in einer kurzen Ohnmacht zusammenbrach.

Wachsender Trend: Ziegen-Yoga

Ja, richtig gelesen. Ziegen-Yoga stammt aus den USA und hat inzwischen auch hierzulande schon einige Anhänger. Die Übungen werden dabei wie gewohnt ausgeführt – mit dem Unterschied, dass Ziegen zwischen den Trainierenden umherlaufen und ihnen gelegentlich auch mal auf Rücken und Schulter steigen. Derartige Überraschungseffekte sollen dabei helfen, noch stärker die innere Ruhe zu bewahren.