Lädt...
arrow-down arrow-left arrow-right arrow-top search arrow-thin-right arrow-thin-left chevron-thin-down chevron-thin-up email instagram facebook youtube twitter remove quote www

Singen, Tanzen, Klatschen

Warum musikalische Früherziehung sinnvoll ist

Mit Pauken und Trompeten

Mozart komponierte sein erstes Werk mit neun Jahren – und gilt daher als musikalisches Wunderkind. Sie dürfen gerne etwas tiefer stapeln, doch die Beschäftigung mit Musik im Kleinkindalter hat in jedem Fall viele positive Effekte auf Ihren Nachwuchs.

Bereits in der Schwangerschaft kann Musik das ungeborene Kind beruhigen, seine Stimmung aufhellen und das Wohlbefinden steigern. Und auch im Babyalter sind Rasseln, Quietschtiere und Lieder ein beliebtes Mittel der Beschäftigung. Darüber hinaus helfen Wiegenlieder oder ruhige Musik dabei, einen gesunden Schlaf zu finden. Musikalische Früherziehung jedoch setzt nicht schon mit der passiven Musikaufnahme und Reaktion auf Töne an, sondern erst später: Voraussetzung ist eine aktive Auseinandersetzung mit Tönen und Klängen, die ab einem Alter von 4 Jahren gegeben ist. Dann haben Kinder bereits Erfahrung mit Musik und sind eigenständig in der Lage, sich mit körperlicher Bewegung unterschiedlicher Musik anzupassen, können mitsingen, klatschen oder tanzen. Für Kinder unter 4 Jahren gibt es Angebote, die noch zusammen mit den Eltern stattfinden und bei denen es um ein erstes Kennenlernen von Musik überhaupt geht.

Was ist das Ziel von musikalischer Früherziehung?

Bis zum Alter von 6 Jahren bilden sich die Grundlagen vieler kognitiver und motorischer Fertigkeiten heraus, die für das gesamte spätere Leben prägend sein können. So kann sich der Einfluss von Klängen nicht nur auf die generelle Musikalität von Kindern, sondern auch allgemein auf Motorik, Kreativität und Sprache auswirken und gleichzeitig helfen, Konzentration und Sinneswahrnehmung zu schulen. Da der „Unterricht“ meist als Zusammenspiel in Gruppen stattfindet, wird außerdem soziale Kompetenz und die eigene Persönlichkeitsentwicklung innerhalb der Gemeinschaft gefördert. Es geht also in erster Linie darum, Begeisterung für Musik zu wecken. Die musikalische Früherziehung ist demnach nicht mit einem Musikunterricht zu verwechseln, der das Notenlesen oder das Spielen eines Instruments lehrt. Und das Beste daran: Es sind keinerlei Vorkenntnisse nötig, wichtig ist bloß, dass sich die Teilnehmer wohlfühlen – nur so erzielt man einen positiven Effekt.

Sprachenlernen und musikalische Entwicklung weisen viele Gemeinsamkeiten auf, weshalb eine zusätzliche musikalische Förderung für Kinder mit Sprachproblemen empfehlenswert sein kann.

Alltagshelfer Musik

Musik kann noch mehr: zum Beispiel in schwierigen Situationen zur Konfliktlösung beitragen oder den Zusammenhalt stärken. In Kursen zur musikalischen Früherziehung gibt es viele praktische Anregungen für zu Hause, einige Beispiele finden Sie aber auch bei uns:

Der „Stammestanz“: Üben Sie mit Ihrer Familie einen bestimmten Bewegungsablauf zur Lieblingsmusik ein. Das sorgt bei schlechter Stimmung für Endorphin-Ausschüttung und gute Laune!

Applaus andersrum: Statt in tosenden Beifall zu verfallen, können Sie den Klatsch-Effekt auch umdrehen. Wenn die Geräuschkulisse mal wieder überhandnimmt, klatschen Sie in einem bestimmten Rhythmus in die Hände, auf den Ihr Kind ebenfalls durch Klatschen antworten soll. Das schafft Ruhe und Konzentration – sowohl beim Einzelnen als auch in der Gruppe.

Sing es raus: Lautes Mitsingen zu Hause oder im Auto baut Stress und Frust ab und steigert das Wohlbefinden. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Text sitzt oder Sie die Sprache überhaupt verstehen!

Die praktische Beschäftigung mit Instrumenten fördert die Feinmotorik von Kindern.

Wie gestaltet sich die Praxis?

Für die musikalische Früherziehung gibt es keinen universellen Lehrplan oder Inhalte, die überall gleich sind. Vielmehr wird individuell auf die Gruppe und die einzelnen Kinder eingegangen und die Kurse werden meist in verschiedenen Bereichen angeboten. So kann der Schwerpunkt auf Tanz oder Gesang liegen oder sich auf bestimmte Instrumentengruppen oder Kulturbereiche beschränken. Generelles Ziel ist es, durch körperliche und sinnliche Erfahrung Musik, Spiel und Kreativität zu vereinen. Die Methoden können ganz unterschiedlich sein. Gemeinsames Singen hilft zum Beispiel bei der Stimmbildung und schafft eine positive Einstellung zur Umwelt, während Tanzen eher Individualität und Improvisation herauskitzelt. Die praktische Beschäftigung mit Instrumenten fördert die Feinmotorik, das reine Musikhören unterstützt die Gehörbildung.

Und wohin mit den angehenden Künstlern?

Die ersten Anlaufstellen für musikalische Früherziehung sind Musikschulen. Am einfachsten finden Sie entsprechende Angebote in Ihrer Nähe beim Verband Deutscher Musikschulen.
www.musikschulen.de

Auch wenn die Ursprünge der musikalischen Früherziehung im Kleinkindalter liegen, gibt es mittlerweile auch Kurse, die speziell auf Erwachsene oder Senioren ausgerichtet sind. Für musikalische Elementarerziehung ist es nie zu spät!

Im Kinderclub von Globus finden Sie viele weitere interessante Themen rund um Kinder und Familie. Außerdem warten Coupons, Geschenke und vieles mehr auf kleine Weltendecker.

Registrierung ab der Schwangerschaft bis zum 9. Geburtstag.

Mehr Informationen auf www.globus.de/weltentdecker