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ETF einfach erklärt

Sprechen wir über Geld

Geldanlegen mit ETFs

Der Begriff ETF ist in aller Munde. Doch wie funktioniert das eigentlich und müssen Sie sich dafür an Börse und Co. auskennen? Wir klären auf.

Das Thema Finanzen schieben viele Menschen vor sich her. Sie vertagen es auf morgen, wobei der Morgen immer weiter in die Zukunft rückt, und irgendwann fällt auf: Darum hätte ich mich schon vor Monaten, vielleicht sogar vor Jahren kümmern müssen. Besonders in Deutschland ist das Thema Finanzen rund um Börse, Aktien und Co. negativ behaftet. Denn wie heißt es so schön: Über Geld spricht man nicht. Dabei ist es höchste Zeit, intensiv über Geld, insbesondere Geldanlagen und Altersvorsorge zu sprechen. Einer der größten Denkfehler in Sachen Altersvorsorge: Darauf vertrauen, dass die Rente schon reichen wird und die Politik das alles irgendwie regelt. Doch wenn wir realistisch sein wollen, wissen wir genau: Auch mit einem guten Einkommen werden die meisten von uns bei Renteneintritt in finanzielle Schwierigkeiten geraten, denn die Differenz ist einfach zu groß und die Rechnung mit dem sozial gedachten Rentensystem geht aufgrund unseres demografischen Wandels nicht ganz auf. Hinzukommt Ihre Eigenverantwortung. Schließlich geht es bei Ihren Finanzen um Ihr Geld und Ihre Zukunft. Eine Möglichkeit, sich (im besten Fall schon früh) ein finanzielles Polster anzulegen, das nur von Ihnen gefüttert wird und ganz von selbst Stück für Stück wächst, sind ETFs. Wir erklären Ihnen, was ETFs sind und wo Sie sie finden können. ###Was sind ETFs? Ein ETF (Exchange Traded Funds) ist ein börsengehandelter Indexfonds. Er ist ein passiver Fonds, der sich aus Wertpapieren, also Aktien oder Anleihen, zusammensetzt. Immer mehr Privatanleger investieren in ETFs mit dem Ziel, ihr Geld langfristig zu vermehren. Denn Sparbuch, Tagesgeld und Co. bieten längst keine Zinsen mehr, doch das Investment an der Börse kann erfreuliche Renditen erzielen. Der größte und beliebteste ETF weltweit ist der MSCI World. Sein Index setzt sich aus über 1.600 Unternehmen aus 23 internationalen Industrieländern zusammen. Mit ihm ist man also weltweit sehr breit und vielseitig aufgestellt. Es gibt ihn von verschiedenen Anbietern, vergleichen lohnt sich. Interessant zu wissen: Anleger, die auf diesen Index setzten, konnten seit 1975 im Schnitt neun Prozent Rendite erzielen. **ETFs lassen sich außerdem in unterschiedliche Bereiche aufteilen:** - Indizes (bspw. DAX, Nikkei, FTSE 100) - Branchen (bspw. Finanzen, Industrie, Medien, Pharma) - Rohstoffe (bspw. Erdöl, Holz, Gold) - Länder/Regionen (bspw. USA, Europa, Emerging Markets) (image: etfs-illustration-1200.jpg)

Was sind die Vorteile von ETFs?

Breite Risikostreuung: Die Aufteilung in Wertpapiere aus unterschiedlichen Ländern, Branchen oder anderen Richtwerten minimiert das Anlagerisiko im Vergleich zur klassischen Anlage in die Aktien eines Unternehmens.
Geringe Kosten: ETFs sind häufig um einiges günstiger als typische Investmentfonds, da Sie bei ihnen kein aktives Fondsmanagement zahlen müssen.
Passive Geldanlage: Haben Sie in Ihre ETFs investiert, so müssen Sie zunächst einmal nichts weiter machen. Hier gilt: Zeit ist Geld, denn Ihr ETF erzielt über einen langfristigen Zeitraum Renditen. Empfehlenswert ist ein Anlagehorizont von mindestens 10–15 Jahren, um Schwankungen auszugleichen.
Kleine bis große Beträge: Egal ob 25 oder 250 Euro im Monat, das Anlegen in ETFs lohnt sich dank Sparplan auch schon bei kleineren Beträgen.
Wenn nicht jetzt, wann dann? Der beste Zeitpunkt, um mit dem Anlegen in ETFs zu beginnen, ist jetzt. Trauen Sie sich und bleiben Sie am Thema dran! Durch den Zinseszinseffekt ist je früher gleich umso besser.

Wie funktioniert ein ETF genau?

Um einen bestimmten Börsenindex nachzubilden, gibt es mehrere Möglichkeiten. Das funktioniert beispielsweise durch eine sogenannte physische Abbildung: Hier wird eine Gesellschaft gebildet, die im Index enthaltene Wertpapiere einkauft. Dadurch schwankt der Wert dieser Gesellschaft genauso wie der Wert der darin enthaltenen Titel. Um Anlegern diesen Wert zugänglich zu machen, gibt die Gesellschaft ETF-Anteile heraus. Diese ETFs bewegen sich wiederum wie der Wert der Gesellschaft und somit wie der Index an der Börse. Ein konkretes Beispiel für einen ETF ist der DAX 50 ESG: Er setzt sich aus den Aktien der 50 größten und umsatzstärksten börsennotierten Unternehmen Deutschlands zusammen. Sein Index bewegt sich also genauso wie der des DAX. Damit ein ETF Indexe wie beispielsweise den DAX nachbilden kann, muss er wie einzelne Aktien auch täglich an der Börse gehandelt werden. Die Zusammensetzung der einzelnen Wertpapiere in einem ETF passiert jedoch passiv über ein Computersystem. Das hat den Vorteil, dass es wesentlich günstiger ist. Bei einem aktiv gemanagten Investmentfonds beispielsweise würde der Fondsmanager Stock Picking betreiben – sich also aktiv einzelne Wertpapiere heraussuchen, was höhere Gebühren zur Folge hat.

Wo kann ich ETFs kaufen?

Die besten Möglichkeiten, ETFs zu kaufen (und am Ende Anteile zu verkaufen) sind über kostenlose Online-Depots bei einer Direktbank oder bei einem Broker, also einem Wertpapierhändler im Internet. Beide Möglichkeiten sind nicht nur sehr leicht umsetzbar, sondern vor allem günstig. Depots können Sie schon für wenig Geld bei seriösen Anbietern wie ING, Consorsbank, Comdirect, Scalable Capital, Trade Republic oder Smartbroker anlegen.
Tipp: Unter Finanztip.de finden Sie einen ausführlichen Ratgeber, welches Depot am besten zu Ihnen passt.

Ein ETF-Sparplan

Wenn Sie sich dazu entschieden haben, sich mithilfe von ETFs langfristig ein Vermögen aufzubauen – um zum Beispiel die eigene Rentenlücke auszugleichen – , dann ist der ETF-Sparplan ein guter Weg. Dabei legen Sie zuvor zum einen Ihre Sparrate fest. Je nach Broker kann es da schon ab 10 Euro losgehen. Zum anderen legen Sie die Sparintervalle fest, in denen Sie investieren möchten – beispielsweise monatlich, zweimal im Monat oder quartalsweise. Das Praktische darin ist, dass Sie ganz automatisch investieren und sich um nichts weiter kümmern müssen. Solange auf dem in Ihrem Depot hinterlegten Konto Geld liegt, wird Ihre festgelegte Summe automatisch abgebucht und investiert. Sollte es in einem Monat mal etwas knapper werden, ist auch das kein Problem: ETF-Sparpläne lassen sich jederzeit stoppen und zu gegebener Zeit wieder starten.
Wann es mit dem fröhlichen Sparen losgeht, ist übrigens nicht so wichtig. Die Devise lautet jedoch: Je früher, desto mehr. Denn je früher Sie starten und je länger das Geld investiert ist, desto länger kann das Geld dank Zinseszinseffekt arbeiten. Von Krisen sollten Sie sich nicht abschrecken lassen, denn die wird es immer wieder geben. In solchen Zeiten brechen gewöhnlich auch die Kurse an der Börse ein – bedeutet im Umkehrschluss, dass Sie sogar mehr Anteile für das gleiche Geld bekommen. Merke: In der Krise verliert derjenige Geld, der seine Anteile verkauft.

Sie sind neugierig und wollen wissen, wie viel Vermögen ein solcher Plan mit der Zeit aufbauen würde? Mit dem ETF Sparplan-Rechner von justETF können Sie genau das errechnen.

Nachlesen und nachhören

Wir haben Sie neugierig gemacht und Sie wollen noch mehr über ETFs, Geldanlagen und und und lernen? Sehr gut! Doch da draußen, also allen voran im Internet, gibt es ein ganzes Meer an Informationen, Seiten und Plattformen, die Ihnen die Welt des Geldes erklären wollen. Wir nennen Ihnen unsere Favoriten:

Zum Nachlesen

Einsteiger-Lektüre
„Das einzige Buch das du über Finanzen lesen solltest“ von Thomas Kehl & Mona Linke

Als Fortsetzung
„Souverän investieren mit Indexfonds & ETFs“ von Gerd Kommer

Im WWW
Justetf.com
Finanztip.de
Hermoney.de

Zum Nachhören

„Geld ganz einfach“ – Der Podcast mit Saidi von Finanztip
„Finanzfluss“ mit Thomas Kehl
„Hermoney 1x1: Finanzen einfach erklärt“ mit Simin Heuser und Saskia Weck

Zum Nachschauen (auf YouTube)

Finanzfluss
Finanztip