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So geht Upcycling

Aus Alt mach Neu

So geht Upcycling

Der Trend rund ums Upcycling wird immer beliebter. Kein Wunder, denn egal ob aus Nachhaltigkeits- oder finanziellen Gründen: Aus etwas Altem etwas Neues zu machen, ist ein wunderbares Gefühl – das finden auch wir!

Sie haben sie bestimmt auch in der Abstellkammer, im Keller oder auf dem Dachboden liegen: eine Riege von selten genutzten und teilweise kaputten Gegenständen, die dort im Stillen darauf warten, endlich wieder eine Funktion zu bekommen. Monate - wenn nicht jahrelang haben wir diese nicht mehr gebraucht, weil sie sowieso nicht funktionieren, aber unser Herz hängt dennoch daran. Doch wer sagt denn, dass man kaputte oder alte Dinge nicht zu neuem Leben erwecken kann – nur eben vielleicht mit einer anderen Funktion. Die Rede ist vom Upcycling. Eine voll und ganz nachhaltige Idee: etwas Neues herstellen, ohne dafür neue Ressourcen oder Geld zu verbrauchen. Indem wir auf das zurückgreifen, was wir schon haben, und dieses quasi zweckentfremden – aus Jeans Taschen nähen, aus Kisten ein Bücherregal bauen oder in Einmachgläsern Kräuter ziehen. Damit hat man nicht nur den Kauf von etwas Neuem gespart, was unserem Geldbeutel und der Umwelt guttut. Obendrein kann man das Selbstgemachte voller Stolz den Freunden und der Familie präsentieren. Oder noch besser: das Upcycling-Produkt verschenken – so haben gleich mehrere Menschen Freude daran.

Aus Stoffresten


SCRUNCHIE

Die 90s-Kids kennen sie noch und können sich bestimmt erinnern, dass man mit diesen Haargummis zu den Coolsten auf dem Schulhof gehörte. Jetzt erleben die Scrunchies ihr nachhaltiges Revival.

WAS SIE BENÖTIGEN

  • Stoffreste
  • Schere
  • Lineal
  • Nähnadel oder Nähmaschine
  • Nähgarn
  • ca. 5 mm breites Gummiband
  • Sicherheitsnadel

UND SO FUNKTIONIERT’S

  1. Für ein größeres Haargummi schneiden Sie einen 50 x 11 cm großen Stoffstreifen zurecht; für ein kleineres reichen 40 x 8 cm.
  2. Zuerst nähen Sie den Streifen rechts auf rechts an der langen Seite zu, sodass ein Schlauch entsteht. Dieser wird nun auf links gewendet.
  3. Dann nähen Sie die beiden Enden zusammen, sodass ein Ring entsteht, lassen dabei jedoch eine 1 cm große Öffnung.
  4. Anschließend schneiden Sie das Gummiband auf 18 cm zurecht; für ein kleines Scrunchie reichen 14 cm. Nun mithilfe der Sicherheitsnadel das Gummiband durch den Stoffschlauch fädeln.
  5. Anschließend werden die beiden Enden des Gummibands zusammengenäht und dann die Öffnung vernäht. Fertig ist das Scrunchie!

Aus leeren Flaschen


KERZENSTÄNDER

Leere Saft- oder Weinflaschen haben die meisten von uns zu Hause. Statt im Altglascontainer zu landen, können diese auch für romantische Stimmung sorgen – als Kerzenständer.

WAS SIE BENÖTIGEN

  • leere Glasflasche
  • Stabkerze
  • Feuerzeug

UND SO FUNKTIONIERT’S

  1. Die Flasche insbesondere von innen reinigen, damit keine Rückstände des einstigen Inhalts mehr darin sind.
  2. Wenn Sie möchten, können Sie das Etikett mithilfe von Seife und warmem Wasser entfernen oder einfach dranlassen. Wie es Ihnen am besten gefällt.
  3. Ist die Flasche gut getrocknet, einfach die Stabkerze über den Flaschenhals halten und mit dem Feuerzeug das Ende der Kerze schmelzen.
  4. Die Wachstropfen über den Flaschenhals Richtung Flaschenbauch laufen lassen. Das können Sie so lange machen, bis Ihnen der Look der Flasche gefällt.
  5. Das weiche Kerzenende nun vorsichtig in die Öffnung der Flasche drücken, sodass sie fest und gerade sitzt.

Kerzenreste eignen sich ideal, um daraus neue Lichter zu zaubern. Geben Sie einfach Ihre Kerzenreste in eine gereinigte Konserve und stellen diese in ein Wasserbad. Das geschmolzene Wachs können Sie beispielsweise in Einmachgläsern zu neuen Kerzen gießen. Nur den Docht müssen Sie kaufen.

Aus alten Dosen


KRÄUTER AUS DER DOSE

Ihre Pflanzen- und Kräutersamen brauchen ein Zuhause? Dann ab in die Dose damit! Das sorgt nicht nur für leckere Kräuter, sondern auch für einen modernen Urban-Jungle-Look.

WAS SIE BENÖTIGEN

  • leere Konservendose
  • weißer Acryllack und ggf. bunte Farben
  • Anzuchterde
  • Kräutersamen
  • Frischhaltefolie
  • kleine Gießkanne oder Sprühflasche

UND SO FUNKTIONIERT’S

  1. Waschen Sie die Konservendose gründlich mit warmem Wasser und Spülmittel aus und entfernen Sie mögliche Etiketten an der Außenseite.
  2. Klopfen Sie mit einem dicken Nagel und einem Hammer einige Löcher in den Dosenboden, um später Staunässe zu vermeiden. Besprühen Sie dann die Dose (im Freien) mit weißem Acryllack und lassen sie
    anschließend trocknen. Danach nach Lust und Laune bemalen.
  3. Befüllen Sie die Konservendose zu etwa 2/3 mit Anzuchterde und drücken Sie sie fest. Nun legen Sie die ausgewählten Samen auf der Erde aus und bedecken sie anschließend mit einer weiteren, dünnen Schicht Anzuchterde.
  4. Jetzt müssen Sie die Samen ordentlich gießen. Lassen Sie die Erde also richtig nass werden.
  5. Zum Schluss die Dosenöffnung noch mit Frischhaltefolie abdecken und an einen hellen und warmen Ort stellen, beispielsweise auf die Fensterbank, bis die kleinen Zöglinge ans Tageslicht kommen. Anschließend die Folie abnehmen und die Pflänzchen weiterhin regelmäßig gießen oder besprühen.

Repariert wird im Café 

Haben Sie schon mal einen defekten Gegenstand in ein Café gebracht, um es dort bei Kaffee oder Tee mit der Hilfe einer Fachperson oder anderer Besucher zu reparieren? Genau das können Sie in einem Repaircafé tun. Die Idee des gemeinsamen Reparierens stammt von Martine Postma. 2009 organisierte sie das erste ehrenamtliche Café in Amsterdam, das sich in kürzester Zeit als großer Erfolg erwies. Und so folgte eine Vielzahl von Repaircafés weltweit – auch hier in Deutschland. Der Grundgedanke ist so simpel wie gut: Weniger wegwerfen, mehr erhalten. Egal ob größere oder kleinere Reparatur, viele Menschen denken nicht daran, einen kaputten Gegenstand reparieren zu lassen. Zu hohe Kosten und zu viel Zeitaufwand sind da häufig die Ausreden. Die Repaircafés beweisen das Gegenteil: Sie sind kostenlos. Stattdessen erhält man im besten Fall am Ende einen reparierten Gegenstand, wertvolle Praxistipps und den ein oder anderen Trick von Menschen mit Fachwissen. Man lernt nette Leute aus der Umgebung kennen und gewinnt an Wertschätzung: gegenüber denen, die den Gegenstand gebaut haben, der Umwelt, aber auch sich selbst – schließlich haben Sie irgendwann einmal Geld dafür bezahlt, für das auch Sie gearbeitet haben.

Suchen Sie das nächste Repair Cafe in Ihrer Nähe unter www.repaircafe.org/de

Sie haben noch mehr alte Verpackungen, Flaschen und Co. zu Hause, denen Sie neues Leben einhauchen möchten? Kein Problem: Weitere kreative Upcycling-Ideen gibt’s unter
www.globus.de/upcycling