mio, mein Globus-Magazin Lädt...
arrow-down arrow-left arrow-right arrow-top search arrow-thin-right arrow-thin-left chevron-thin-down chevron-thin-up email instagram facebook youtube twitter remove quote www

mio, mein Globus-Magazin

mio, mein Globus-Magazin
Orientalische Wellness

Wir nehmen Sie mit auf eine entspannende Reise für Körper und Geist.

Wellness aus 1001 Nacht

Traumhafte Düfte, wohliges Licht und eine entspannte Atmosphäre – all das vereinen orientalische Wellnesstempel. Ob Hamam, Rasul-Ritual oder traditionelles Schlammbad, die besonderen Wohlfühlrituale halten auch in Europa Einzug. Wir nehmen Sie mit auf eine entspannende Reise für Körper und Geist.

Der Orient beflügelt seit Jahrhunderten die Fantasie der Europäer und hat eine große Anziehungskraft. Ob die exotischen Märchen aus 1001 Nacht um Prinzessin Scheherezade, der aromatische schwarze Tee oder die Liebesgeschichte von Jasmin und Aladin – das Morgenland fasziniert, inspiriert und ist uns näher denn je. Nicht nur die verführerischen Gewürze, hochwertigen Stoffe und exotischen Märchen hat das Abendland im Laufe der Zeit übernommen, auch die orientalischen Baderituale werden immer beliebter. Die Badekultur des Orients ist eng mit dem dort weit verbreiteten islamischen Glauben verknüpft, der eine Verbindung in körperlicher und seelischer Reinheit sieht. In vielen islamisch geprägten Ländern wurden Badehäuser und Thermen nach römischem Vorbild erbaut. Der Nahe Osten entwickelte so eine eigene Badekultur, die aus einer Mischung von belebenden Massagen, wohltuender Wärme und traditionellen Ritualen besteht und bei der die Grenze zwischen Sauna, Dampfbad und Massage verschwimmt. Wie auch im Nahen Osten sollen Wellnessbehandlungen bei uns zur Entspannung und zur seelischen und körperlichen Reinigung beitragen. Als Gegenpol zum hektischen Alltag tauchen Ruhesuchende in eine abgeschirmte Welt voll schöner Düfte, sinnlicher Erlebnisse und entspannender Bäder ein. Nehmen auch Sie sich eine Auszeit für Körper und Seele und erleben Sie die Badekultur des Orients!

Reinigungsritual und mehr

In der muslimischen Welt ist der Hamam ein fester Bestandteil der Bade- und Körperkultur. Er dient nicht nur zur Hygiene und Entspannung, sondern wird auch als Kommunikationstreffpunkt genutzt. Orientalische Badehäuser sind ursprünglich nach Geschlechtern getrennt und anders als hierzulande verbietet es die Etikette, nackt zu sein. Der Aufenthalt verläuft immer nach dem gleichen Ritual: Umgeben von traumhaften Düften und gedämpftem Licht können Besucher der traditionellen Reinigungszeremonie beiwohnen und das Dampfbad sowie die einzigartigen Bürsten- und Seifenschaummassagen genießen. Meist wird die komplette Wellnessbehandlung von einem Tellak – einem speziell ausgebildeten Bademeister – durchgeführt und begleitet.

Ablauf einer traditionellen Badezeremonie im Hamam

  1. Nach einem Begrüßungstee wickeln sich die Besucher das Pestemal um den Körper, ein traditionelles Baumwoll- oder Leinentuch. Daraufhin begeben sie sich zunächst in den großen Dampfraum, in dessen Deckenkuppel sternförmige Öffnungen eingelassen sind. An den Wänden dieses sogenannten Hararets befinden sich Waschbecken und Schalen aus Marmor, in die man warmes und kaltes Wasser einlassen kann, um Schweiß und Schmutz abzuwaschen. Dies dient der ersten Reinigung.
  2. Nach der rituellen Waschung legt man sich auf das beheizte Marmorpodest (Göbek Tasi) in der Mitte des Raums. Durch die feuchte Luft des Dampfbads und die Wärme des beheizten Göbek Tasi lockern sich die Muskeln und die Hautporen können sich öffnen.
  3. Nun folgt ein Körperpeeling mit einem speziellen Handschuh, dem Kese. Er besteht traditionell aus Ziegenhaar und hat eine raue Oberfläche, mit der abgestorbene Hautschuppen abgerubbelt werden können.
  4. Nach dem Peeling erfolgt eine Massage mit Seifenschaum auf dem Marmorpodest. Hierfür taucht
    der Tellak einen Leinen- oder Baumwollsack in eine Lauge aus Kernseife, pustet hinein und drückt ihn, bis eine große Menge an Schaum auf den Gast fällt. Mit sanftem Druck wird der Schaum schließlich einmassiert.
  5. Ihren Ausklang findet die entspannende Badezeremonie im „kalten Raum“ (Sogukluk genannt). Hier kann man abschließend in gemütlicher Atmospäre bei Essen und Trinken entspannen.

Rasulbad

Das Rasulbad ist ein spezielles Reinigungsritual, das im orientalischen Dampfbad mit verschiedenen Erdschlämmen durchgeführt wird. Der aufgetragene Schlamm wird durch die ansteigende Luftfeuchtigkeit des Dampfbads cremig und lässt die Haut prickeln. Durch das Einreiben des Schlamms werden abgestorbene Hautzellen größtenteils entfernt und ein angenehm weiches Hautgefühl entsteht.

Wellnessoasen in Deutschland

Das Bäderhaus Bad Kreuznach wartet gleich mit mehreren orientalischen Verwöhnprogrammen auf. Im Scheherezade-Bad erfahren Sie ein Ganzkörperpeeling aus unterschiedlichen Mineralien, das durch einen wohltuenden Tropenregen wieder abgewaschen wird. Während im Maurischen Bad in süd-spanischem Alhambra-Ambiente ein angenehmes Raumklima von 45 Grad zum Verweilen einlädt, können Sie im Hamam eine Seifenmassage genießen.

In der Kaiser-Therme Bad Abbach bei Regensburg können Sie neben den zahlreichen Saunen die Schönheitsrituale des Orients entdecken. Die Therme bietet das Rasulbad in Kombination mit einem Kräuterdampfbad und dem Tepidarium (Warmbaderaum) an. Dabei können Sie zwischen unterschiedlichen Schlämmen wählen, die durch verschiedene Körnungen für jeden Hauttyp und jede Körperpartie geeignet sind.

Das orientalische Dampfbad in der Saarland Therme ist nach historischen Vorbildern erbaut. Mit einer Luftfeuchtigkeit von 100 Prozent wird es von Saunaeinsteigern als deutlich angenehmer empfunden als die trocken-heiße Hitze in herkömmlichen Saunen. Der mit ätherischen Ölen angereicherte Dampf steigert das Wohlbefinden und die gesundheitsfördernde Wirkung.

Entspannen wie im Orient

Statt ins Spa zu gehen, möchten Sie in den eigenen vier Wänden baden und relaxen?
Kein Problem mit unseren Tipps!

Ambiente aus 1001 Nacht

Verwandeln Sie Ihr schlichtes Badezimmer in einen Wellnesstempel! Kühle Farben wie Blau, Türkis, Grau, Silber und Schwarz lassen sich mit edlem Gold, Kupfer, Rosé, Beige und Braun kombinieren. Akzente setzen verschnörkelte Muster, geschwungene Linien und nach Belieben etwas Glitzer. Wählen Sie Badematten und Handtücher in möglichst einfarbigen, kräftigen Tönen. Textilien mit Quasten und typisch orientalischem Muster sind ebenfalls toll! Laternen oder Hängelampen mit perforiertem Schirm zaubern stimmungsvolle Lichtreflexe an die Wände.

Tipp:
Arrangieren Sie Kerzen, Raumduft oder Räucherstäbchen auf Metalltellern oder Tonschalen. Passende Duftnoten sind Orange, Nelke, Moschus, Rose und Sandelholz. Sternanis wirkt entspannend und ausgleichend, Orangenöl soll die Stimmung heben und Zimtrindenöl eine wärmende Wirkung haben.

1. Wohlfühlatmosphäre schaffen

Stimulieren Sie Ihre Sinne mit Kerzenlicht, angenehmen Düften und ruhiger Musik. Beachten Sie dazu unsere Tipps zum Ambiente aus 1001 Nacht!

2. Baden

Im Zentrum des orientalischen Wellnessabends steht ein warmes Vollbad oder eine ausgiebige Dusche. Nutzen Sie duftende Badezusätze oder mischen Sie Totes-Meer-Salz mit ein paar Tropfen Mandelöl und getrockneten Lavendelblüten. Zusätzlich können Sie Rosenblüten oder Pfefferminz ins Wasser streuen. Eine Gesichtsmaske mit Heilerde kann durch Wärme und Feuchtigkeit jetzt ihre volle Wirkung entfalten.

3. Peelen

Nach dem Baden ein Peeling auf dem noch feuchten Körper verreiben. Pflegende Inhaltsstoffe verwöhnen die Haut, feine Körnchen lösen abgestorbene Zellen. An strapazierten Stellen wie Fußballen und Ellenbogen ruhig kräftiger schrubben (mit den Händen oder einem Schwamm), zarte Partien wie Lippen und Dekolleté hingegen nur zart abrubbeln. Gut abspülen.

4. Ölen

In langsamen, gleitenden Bewegungen Körperöl von Kopf bis Fuß auf der leicht feuchten Haut verteilen. Durch sanften Druck erzielen Sie einen wohltuenden Massageeffekt.
Tipp: Zwischendurch dehnen und strecken, tief atmen und die Augen schließen. Den Tag Revue passieren lassen und die Gedanken auf das schöne Empfinden im Hier und Jetzt richten.

5. Pflegen

Im Orient ist Halawa ein beliebtes Wellnessritual: Mit der klebrigen Mischung aus Zucker, Öl und Zitronensaft werden unerwünschte Härchen mitsamt der Wurzel entfernt. Für zu Hause bieten sich Kaltwachsstreifen an. Außerdem können Sie jetzt Nägel und Augenbrauen in Form bringen.

2–3 EL Meersalz
1/2 unbehandelte Zitrone, Saft und Abrieb
1–2 TL Oliven- oder Mandelöl

Salz mit abgeriebener Zitronenschale und Öl verrühren. Für eine dickflüssige Konsistenz vorsichtig Zitronensaft ergänzen. Wird das Peeling zu flüssig, Salz hinzufügen.

Heilerde und Honig verrühren und so viel warmes Wasser dazugeben, dass eine dickflüssige Konsistenz entsteht. Auf dem Gesicht verteilen, 20 min einwirken lassen und gründlich abspülen. Die Maske wirkt austrocknend und ist daher ideal für unreine Haut.

Eine großzügige Handvoll Minzblätter mit kochend heißem Wasser übergießen. Am besten ist frische marokkanische Minze (Nana-Minze), aber loser Pfefferminztee ist eine akzeptable Alternative. Mit Honig süßen und aus kleinen Tässchen oder Gläsern schlürfen.

Pflegetipp für die Haare

Je nach Haarlänge 2–3 Tropfen Olivenöl in den Handflächen verreiben und über die trockenen oder leicht feuchten Haare fahren. Behutsam in die Spitzen kneten und über Nacht einziehen lassen (nicht ausspülen).