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Kleine Hochzeit, großes Glück

Was steckt hinter dem aktuellen Hochzeitstrend „tiny wedding“?

Kleine Hochzeit, großes Glück

Für einige ist es der Traum, für manche momentan eher eine Notlösung – die Hochzeit im kleinen Kreis. Wir zeigen Ihnen, dass auch im Kleinen das große Glück liegen kann!

Small wedding, tiny wedding, micro wedding, kleine Hochzeit, Mini-Hochzeit – all diese Namen bedeuten nichts anderes als das Heiraten im engsten Kreis. Und zwar mit einer Hochzeitsgesellschaft von nicht mehr als 30 Gästen. Ganz schön wenige Leute? Selbst wenn Sie lieber richtig groß feiern würden – die Hochzeit im Kleinen hat viele Vorteile. Warten Sie ab und lesen Sie weiter und vielleicht kommen Sie ja auch noch auf den Geschmack.

Der kleine große Hochzeitstrend war übrigens auch schon vor Corona aktuell. Amerikanische und australische Brautpaare machten vor, was längst auch zu uns nach Deutschland „rübergeschwappt“ ist. Das zeigt auch eine Umfrage der Statista GmbH aus dem Jahr 2020, die Brautpaare nach der Gästeanzahl ihrer Hochzeitsgesellschaft fragte: Rund 33 Prozent der Paare gaben an, dass auf ihrer Feier höchstens 50 Gäste tanzten – bei 13 Prozent davon sogar weniger als 25 Personen. Ob freiwillig oder nicht, das geht aus der Befragung nicht hervor. Ganz gleich aus welchen Gründen, wir sehen das große Glück im Kleinen, denn: Kleine Hochzeiten sind nicht nur reduziert, sondern auch individuell und exklusiv!

Mehr Flexibilität
Für eine Feier im kleinen Rahmen benötigen Sie einen deutlich kürzeren Vorbereitungszeitraum und sind somit viel flexibler. Das ist für die gesamte Planung vorteilhaft – und Sie haben weniger Stress und können sich entspannt den Details widmen!

Wir lieben außergewöhnlich!
Das Brautpaar gibt sich ganz romantisch am Strand das Ja-Wort oder in einem schönen Garten, so wie Miranda im herbstlichen New York in Sex and the City – solche Szenen kennen wir vor allem aus amerikanischen Serien und Filmen schon lange. Dass Ihnen mit einer kleinen Anzahl an Gästen eine größere Auswahl an Locations und außergewöhnlichen Plätzen zur Verfügung steht, liegt auf der Hand.

Laut einer Umfrage (Statista GmbH) entführten 2020 bereits viele der befragten Brautpaare ihre Gäste an für Hochzeiten eher ungewöhnliche Orte:

  • 6 Prozent feierten auf einem Schloss oder einer Burg
  • 6 Prozent auf einem Bauernhof oder in einer Scheune
  • 2 Prozent in der Natur, an einem Strand, im Wald oder an einem See
  • 7 Prozent luden nach Hause oder in den eigenen Garten ein

Das ist doch wirklich mal was anderes, oder? Es geht natürlich noch ausgefallener – wie wäre eine Berghütte auf der Alm, am Fuße eines Wasserfalls, auf einem Schiff, in den Weinbergen, auf einer Dachterrasse hoch über den Dächern der Stadt oder direkt am Meer der deutschen Ostsee? Mit einem kleineren Gästekreis haben Sie unzählige Möglichkeiten und Sie können Ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

Und wer es ganz nah und persönlich möchte, für den sind vielleicht die eigenen vier Wände, die Terrasse oder der große Garten der Eltern genau das Richtige. Auch das kann wunderschön gestaltet werden.

Klein, aber fein – ein Hoch auf die Qualität!

Kommen zur Hochzeit 20 statt 100 Personen, haben Sie durch die geringere Anzahl an Gästen eventuell auch mehr Budget pro Kopf zur Verfügung. Die klassischen Hochzeitslocations, wie Säle oder Höfe, bringen nämlich meist hohe Kosten mit sich. Planen Sie Ihre Feier in einer privaten Umgebung, können Sie einiges sparen. Oder Sie investieren das Gesparte in Ihr Fest – in eine detailverliebte Deko, wunderschönes Geschirr, noch mehr Vasen mit Blumen und Lampions, in ein üppigeres Hochzeitsmenü oder die Gastgeschenke. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl: Was liegt Ihnen am meisten am Herzen?

Mehr Zeit für Herzensmenschen

Bei der „intimate wedding“ können Sie, wie der Name schon sagt, eine intimere Atmosphäre genießen. Zudem ist es ja auch nicht unbedingt jedermanns Sache, im Mittelpunkt einer Hochzeitsgesellschaft mit 100 Gästen zu stehen. Die Aufregung kommt an dem großen Tag wohl so oder so, allerdings kann eine Feier im engsten Kreis dem Brautpaar ein wenig den Druck nehmen, allen Gästen gerecht werden zu „müssen“. Wenn Sie schon mal auf einer größeren Hochzeit waren, wissen Sie, dass man Braut und Bräutigam oft nur zwei-, dreimal zu Gesicht bekommt. Eine Gratulation in der langen Schlange nach der Trauung, ein kurzes Anstoßen und vielleicht ein gemeinsamer Tanz – manchmal geht es nicht darüber hinaus. Auf einer kleinen Hochzeit haben Sie definitiv mehr Zeit für Ihre Herzensgäste und es bleiben viele Momente für vertraute und ausgiebige Gespräche mit allen. Und das kann das Brautpaar so richtig auskosten. Denn es ist ja selten genug, dass dieser erlesene Kreis so zusammenkommt.

Was gilt es 2021 zu beachten?

Die gute Nachricht ist: Eine Corona-konforme Planung ist derzeit auf jeden Fall möglich. Halten Sie sich in Ihrer Region immer auf dem Laufenden, was die aktuellen Bestimmungen angeht. Falls Sie schon einen Termin für die Feier haben und bereits einen Veranstaltungsort reserviert haben, bleiben Sie mit allen Service-Dienstleistern sowie der Location in Kontakt und halten Sie Vereinbarungen zu Reservierungen und deren Stornierung schriftlich fest. Lesen Sie in den Geschäftsbedingungen insbesondere die Punkte zu Stornierung und Umbuchung genau durch.
Von Anzahlungen raten Verbraucherschützer übrigens generell eher ab – auch wenn dies nicht immer realisierbar ist. Vielleicht können Sie jedoch mit den Dienstleistern über flexiblere Zahlungsmodelle sprechen, wie zum Beispiel eine Staffelung der Anzahlung oder einen späteren Zahlungstermin. Warum? Hintergrund ist, dass das gezahlte Geld futsch wäre, wenn das Unternehmen Insolvenz anmelden müsste.

Alles nur gut?
Das kommt auf Ihre Sichtweise und Ihre Wünsche an. Weniger Gäste gehen oft mit weniger Aufwand und geringeren Kosten einher, aber für manch einen verliert das Event vielleicht auch seinen Glanz oder das Besondere. Denn im besten Fall ist es ja so, dass man nur einmal im Leben heiratet. Und dann sollten schon alle dabei sein, oder? Vielleicht auch nicht, denn das entscheiden Sie selbst. Lassen Sie sich hierbei nicht von Pflichtgefühlen leiten. Es ist Ihr großer Tag und Sie als Paar sollten entscheiden, mit wem Sie diesen verbringen möchten. Sobald Sie sich für eine Gästeliste entschieden haben, bleiben Sie dabei und lassen Sie sich von anderen nicht verunsichern. „Und was ist mit Tante Gerda?“ Tante Gerda ist wahrscheinlich lieb und nett, Sie haben aber leider gar nichts mit ihr zu tun und es gibt andere Menschen, die Ihnen wichtiger sind, um es mal ganz ehrlich zu sagen. Ihre Hochzeit, Ihre Entscheidung! Gleichzeitig sollten Sie versuchen, den nicht eingeladenen Gästen das Gefühl zu geben, dass sie nicht die einzigen sind, die nicht dabei sein können und es nichts mit ihnen persönlich zu tun hat.

Holen Sie sich Ihre Lieben, die nicht persönlich dabei sein können, per Videokonferenz zur Trauung dazu! So kann auch ein erweiterter Kreis zumindest eine Zeit lang mit dabei sein.

Checkliste:


Wie, wer, wann, wo?

Hier eine grobe Planung mit den allerwichtigsten Dingen:

Bis zu 12 Monate vorher:
• Wunschtermin aussuchen und festlegen
• Prinz und Prinzessin im Schloss oder Hippie-Paar am Strand? Wie stellen Sie sich Ihre Feier vor? Welchen Stil bevorzugen Sie – lässig oder schick, flippig oder traditionell?
• Wen möchten Sie um sich haben? Gästeliste mit Herzensmenschen anlegen
• Budget ermitteln
• Wo möchten Sie gern feiern? Location anfragen

Mindestens 6 Monate vorher:
• Termin für die Trauung reservieren. Das geht in der Regel recht früh und wird etwa 6 Monate vor Termin vom Standesamt bearbeitet. Nach Bestätigung des Datums findet dann noch ein persönlicher Termin im Standesamt statt, die Anmeldung zur Eheschließung.
• Unterlagen für die Anmeldung zur Eheschließung beantragen: beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister, bei Kindern: Geburtsurkunde, Sorgeerklärung
• Save-the-Date-Karten versenden
• Groben Ablaufplan für den Tag der Hochzeit erstellen und anschließend Dienstleister anfragen, ggf. Cateringservice, Floristen, Fotograf/in, Friseur/in, Konditor/in etc. Hierbei auch an mögliche Ausstattung denken, wie Zelt, Pavillon, Biertische, Stehtische, Geschirr, Stühle oder ähnliches.
• Auf die Suche nach dem Hochzeitsoutfit begeben. Accessoires und Schuhe am besten direkt mitbesorgen.
• Ggf. Hotelkontingente für die Gäste reservieren oder Ferienwohnungen raussuchen und Liste erstellen.
• Trauringe aussuchen

3 Monate vorher:
• Einladungskarten gestalten und versenden
• Gastgeschenke aussuchen und gestalten oder bestellen

6 Wochen vorher:
• Detaillierte Besprechung des Menüs/Buffets
• Hochzeitstorte auswählen und ggf. verkosten
• Sitzordnung festlegen
• Papeterie erstellen, wie Menükarten, Namensschilder etc.

14 Tage vorher:
• Finale Anprobe der Outfits und evtl. Anpassung
• Wetterprognose checken und ggf. Schlechtwetter-Alternativen organisieren

Lieber verschieben? Wenn tiny wedding nichts für Sie ist
Sie lieben Glanz und Glamour, haben eine große Familie und einen riesigen Freundes- und Bekanntenkreis, Sie sind die Partyqueen oder der Partyking schlechthin, möchten Ihr großes Glück mit möglichst vielen Menschen teilen und richtig abfeiern? Oder Sie träumen schon seit Kindertagen von der großen Märchenhochzeit im Prinzessinnenkleid? Allein der Gedanke, ausschließlich mit Familie oder im kleinsten Freundeskreis zu feiern, treibt Ihnen die Tränen in die Augen, weil Sie schon alles geplant haben und sich so sehr auf die große Feier in Ihrer Traumlocation gefreut haben? Und nicht zuletzt: Sie haben unsere obigen Argumente für eine tiny wedding gelesen, alles für ganz nett befunden, können sich dies aber für sich selbst absolut nicht vorstellen? Dann ist eine Hochzeit im kleinen Kreis nichts für Sie! Sollte also Ihre große Feier aus Corona-Gründen nicht stattfinden können, setzen Sie alles daran, schon jetzt den Termin in das nächste Jahr zu verlegen. Tipp: Vielleicht ist es auch eine gute Lösung für Sie, die standesamtliche Trauung im kleinen Kreis zu begehen und lediglich die große Feier in das nächste Jahr zu verschieben.