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mio, mein Globus-Magazin

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Mit Achtsamkeit zu mehr innerer Balance

Unsere Tipps helfen, die Balance wieder zu finden und zu halten.

Mit Achtsamkeit zu mehr innerer Balance

Ausgeglichen durchs Leben schweben, mit sich selbst im Reinen und im Gleichgewicht sein – ein Traum! Und manchmal ein Albtraum, wenn der Stress überhandnimmt und uns aus der Bahn wirft. Unsere Tipps helfen, die Balance wieder zu finden und zu halten.

Es ist Freitag, endlich Wochenende! Dieses Mal möchte ich mir auf jeden Fall ausreichend Zeit für mich nehmen, so richtig ausspannen, das neue Buch anfangen und den Stapel Zeitschriften zumindest durchblättern. Vielleicht ein paar Stunden in der Sauna verbringen, etwas zur eigenen Entspannung tun …“ Kurz darauf ist Montagmorgen und wir fragen uns, wo das Wochenende geblieben ist! Von den schönen Plänen haben wir keinen in die Tat umgesetzt.

Wer diese oder ähnliche Situationen kennt, fragt sich vielleicht, woran es liegt, dass wir uns so oft Dinge vornehmen und es nicht schaffen, diese auch wirklich zu tun. Man könnte meinen, wir nehmen uns zu viel vor. Aber ist es tatsächlich zu viel, ein paar Stunden für sich einzurichten? Sind wir uns das etwa nicht „wert“? Andere sind es uns schon, denn wir erledigen die Einkäufe für die Familie, besuchen die Eltern, fahren die Kleinen von A nach B, kochen und sind auch im Beruf zuverlässige Ansprechpartner und eventuell sogar in der Freizeit für den Chef erreichbar. Wo bleibt da das eigene Gleichgewicht?

Ja, sicherlich, der eine oder die andere von uns braucht den „positiven Stress“ und solange es sich gut anfühlt, ist bestimmt alles im Lot. Manchmal fühlen wir uns aber vielleicht sehr gestresst von den Aufgaben des Alltags, getrieben, gar unter Druck, haben körperliche Beschwerden und sehnen uns nach ein bisschen Ruhe und Ausgeglichenheit. Dann ist es wohl an der Zeit nachzudenken, zu hinterfragen, Muster zu durchbrechen und Neues auszuprobieren.

Jeder muss für sich entscheiden, ob das eigene Leben im Fluss, die Work-Life-Balance ausgeglichen ist. In unserem Dossier möchten wir Sie zum Nachdenken anregen, Anhaltspunkte liefern, damit Sie Ihr Energiekonto überprüfen können. Wir möchten Ihnen Tipps und Inspirationen für einen ausgeglichenen Alltag geben. Vielleicht entdecken Sie neue Aktivitäten für sich? Viel Freude beim Balancieren!

5 Tipps für mehr Achtsamkeit im Alltag

1. Alles aus!
Puh, eine stressige Arbeitswoche geht zu Ende. Endlich zu Hause, schalten wir zur vermeintlichen Entspannung den Fernseher ein, dann klingelt das Telefon und das vertraute Pling-Geräusch des Smartphones vermeldet eine Nachricht. Ruhe sieht anders aus! Da hilft nur eins: Stecker raus. Verordnen Sie sich ein paar beschallungsfreie Stunden pro Woche und lassen Sie Smartphone, Tablet, Fernseher und Radio links liegen. Wenn die Gedanken doch um Termine und Erledigungen kreisen, notieren Sie sie für später. Schreiben ist eine gute Möglichkeit, um das Chaos im Kopf zu ordnen. Auch Positives und Träumereien können Sie zu Papier bringen.

2. Entspannen beginnt im Kopf
Jeden Moment bewusst wahrnehmen – der Grundgedanke der Achtsamkeit klingt simpel, ist aber gar nicht so leicht umzusetzen. Viele Tätigkeiten laufen automatisch ab, sodass wir ihnen keine große Beachtung schenken. Wir denken beim Duschen, Essen oder Kaffeetrinken daran, was als Nächstes ansteht und wie wir möglichst viel auf einmal erledigen. Wir genießen nicht, wir planen und grübeln. Stattdessen sollten wir versuchen, mal innezuhalten, tief durchzuatmen und zu spüren, was uns in diesem Moment bewegt: Was empfinde ich? Wie fühlt sich das Wasser auf der Haut an? Wie lässt sich der Geschmack des Kaffees oder des Essens beschreiben?

3. Kleine Schritte, große Wirkung
Den Morgen mit einem Lächeln begrüßen, sich schwungvoll und fit fühlen – so müsste jeder Tag sein! Wer sich dagegen dauerhaft kraftlos und müde fühlt, sollte dringend seine Energiebilanz unter die Lupe nehmen. Schreiben Sie auf, was Ihnen Kraft raubt, was Ihnen fehlt und wie es sich im Kleinen in den Alltag integrieren lässt. Schaffen Sie sich über die Woche verteilt kleine Inseln zum Auftanken, anstatt alle Hoffnung in den Jahresurlaub zu setzen: dienstags ein längeres Frühstück, zweimal die Woche ein Spaziergang am Mittag, donnerstagabends eine Stunde Yoga. Schon kleine Veränderungen haben eine positive Auswirkung auf unseren Energiehaushalt!

4. Ich sag mal … nein!
Ein kleines Wörtchen, das eine große Wirkung haben kann. Auch auf Ihr inneres Gleichgewicht. Wer immer nur Ja sagt und macht, was andere vermeintlich erwarten, tut sich selbst keinen Gefallen. Werden Sie sich klar darüber, was Sie wirklich möchten. Denn: Den Druck, den Sie innerlich spüren, machen Sie sich selbst. Also, bleiben Sie locker und sagen Sie auch einmal ab oder gar nicht erst zu. Lernen Sie, es nicht immer jedem recht machen zu wollen. Auch für den Job gilt: realistische Grenzen setzen!

5. Kürzertreten
Sie haben Ihr Energiekonto überprüft und kommen zu dem Ergebnis, dass Ihr Stresspegel zu hoch ist? Dann ziehen Sie die Notbremse und treten Sie kürzer! Besser ist es, dem Stress frühzeitig entgegenzuwirken – auch um Krankheiten vorzubeugen. Burn-out, Bandscheibenvorfälle, Rückenschmerzen und Co. können Folgen einer unausgeglichenen Work-Life-Balance sein.

Zusatztipp:

Stressreduktion durch Achtsamkeit ist die Grundidee hinter MBSR (Mindfulness-based stress reduction). Der MBSR-Verband bietet sogar Kurse zur Achtsamkeit an.

„Die Achtsamkeit App“ versorgt Sie mit geführten Meditationen oder Glockentönen. Auch schön: Die Malbuch-App „Colorfy“ beruhigt unterwegs – unter anderem mit schönen Mandalas.

„Was machst du, um dich zu entspannen?“, fragte der Schüler seinen Meister. „Nichts“, erwiderte der Meister. „Wenn ich gehe, gehe ich, wenn ich esse, esse ich, und wenn ich schlafe, schlafe ich.“ – „Das tun doch alle“, erwiderte der Schüler darauf. „Eben nicht!“, antwortete der Meister.

Kleine buddhistische Anekdote

Ausgleich suchen

Die eine macht Yoga, der andere schwört auf Kickboxen, die nächste braucht frische Luft ... Welcher Entspannungstyp sind Sie? Wir haben Tipps für alle!

45 Minuten Meer
Herrlich runterkommen können Sie in einer Salzgrotte. Seit einigen Jahren sind die künstlich angelegten Höhlen angesagt – hier entspannen Sie für rund 45 Minuten auf einem bequemen Liegestuhl, gehüllt in eine warme Decke. Manchmal hören Sie leise Musik oder das Plätschern eines Salzbrunnens. Gut für Ihre Gesundheit ist ein Aufenthalt außerdem: Durch das Salz an den Wänden und auf dem Boden entsteht im Raum eine besonders salzhaltige Luft, die gut für das Immunsystem sein soll und Beschwerden wie Atemwegserkrankungen, Allergien sowie Hautkrankheiten lindern kann.
Hier finden Sie weitere Infos zur Salzgrotte.

Training im Kreis
Wir kennen das anstrengende Work-out noch aus der Schulzeit und nun liegt es wieder im Trend: Übungen an unterschiedlichen Stationen, ohne lange Pausen. Wer durchhält, darf sich freuen – durch den Wechsel der Übungen werden alle großen Muskelgruppen trainiert. Außerdem wirkt es sich positiv auf das Immunsystem und die Ausdauer aus. Probieren Sie selbst – los geht’s in Fitness- und Boxstudios oder Sportvereinen!

Hoch hinaus
Wer die Natur einmal aus einer anderen Perspektive erleben möchte, sollte sich in höhere Lagen begeben: Auf Baumwipfelpfaden wandern Sie auf Holzstegen oder Hängebrücken zwischen Baumkronen hin und her. In luftiger Höhe ergibt sich eine ganz neue Perspektive auf den Wald und die Welt zu unseren Füßen. Von oben betrachtet werden manche Probleme plötzlich wieder ganz klein.
Hier erfahren Sie, wo es einen Baumkronenpfad in Ihrer Nähe gibt.

Mehr Ausgeglichenheit mit Yoga

1. Der Baum
Los geht’s: Stellen Sie sich auf das rechte Bein und heben Sie das andere an. Den linken Fuß auf der Innenseite des rechten Beins absetzen, oberhalb oder unterhalb des Knies. Die Handflächen vorm Herzen zusammenlegen. Langsam die Arme heben, Hände zusammenlassen, Schultern entspannen. Für einige Atemzüge halten, dann die Seite wechseln.

2. Meditation
Los geht’s: Suchen Sie sich ein ruhiges Plätzchen und setzen Sie sich mit gekreuzten Beinen auf ein Kissen. Konzentrieren Sie sich auf die Atmung und beobachten Sie Ein- und Ausatmung. Überlegen Sie sich ein Wort, das positiv besetzt ist, wie Om, Liebe, Glück, oder einen positiv formulierten Satz, wie „Ich bin entspannt“ oder „Ich bin glücklich“. Wiederholen Sie dies mit jedem Atemzug innerlich. Meditieren Sie so für einige Minuten. Tipp: Stellen Sie einen Wecker, zum Beispiel auf fünf oder zehn Minuten.

3. Unterstützter Schulterstand
Los geht’s: Legen Sie ein Kissen vor eine Wand. Seitlich zur Wand auf das Kissen setzen, die Beine senkrecht hochschwingen und gegen die Wand lehnen. Den Oberkörper langsam auf dem Boden ablegen. Das Becken und der untere Rücken liegen erhöht auf dem Kissen, Schultergürtel und Kopf entspannt auf dem Boden, die Arme neben dem Körper, die Handflächen zeigen nach oben. Mit jedem Atemzug das Körpergewicht mehr an das Kissen und den Boden abgeben. Atmen und genießen.

Für alle Übungen gilt: Bei Bluthochdruck und in der Schwangerschaft besonders vorsichtig trainieren.