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Federweißer

So schmeckt der September

So schmeckt der September

Endlich ist es wieder soweit: Der prickelnde und fruchtig-süße Federweißer wird ausgeschenkt und findet sich natürlich auch wieder bei Globus im Weinregal. Wir verraten Ihnen, was den neuen Wein der Winzer so besonders macht.

Mit einem Ohr am Glas klingt Federweißer ein bisschen wie Meeresrauschen. Da der Wein sich noch im Übergang vom Traubenmost zum Weißwein befindet, bezeichnen Weinexperten Federweißer daher auch als „neuen“ oder „jungen Wein“. Sein Name ist übrigens nicht auf seine helle Farbe zurückzuführen, sondern rührt von den Hefen her, die während der Gärung wie winzige Federn im Glas tanzen. Sie sind für das leichte Prickeln des jungen Weins verantwortlich. Zwar wird Federweißer hauptsächlich aus weißen Trauben hergestellt, es gibt aber immer häufiger auch rote Kreationen. Je nach Region wird er in Deutschland und Österreich auch als Bitzler, Rauscher oder Sauser bezeichnet. Mit den aktiven Hefen und der enthaltenen Kohlensäure kann der junge Wein nämlich die Verdauung überraschend schnell in Schwung bringen – besonders in der beliebten Kombination mit einem Stück Zwiebelkuchen.

FEDERWEISSER RICHTIG TRANSPORTIEREN UND LAGERN
Beim Einkauf ist Vorsicht geboten: Da die Gärung des noch nicht fertigen Weins auch in der Flasche weitergeht, ist sie immer mit einem luftdurchlässigen Schraubverschluss verschlossen – so kann die sich bildende Kohlensäure entweichen. Daher sollte die Flasche stets aufrecht stehend transportiert werden. Vielen Menschen schmeckt der Federweißer am besten, wenn er genau auf halbem Weg vom Traubensaft zum Wein getrunken wird. Dann befinden sich Süße, Alkohol und Fruchtsäure in der Regel in einer guten Balance. Zu diesem Zeitpunkt weist der halbfertige Wein einen Alkoholgehalt von etwa fünf Volumenprozent auf.

Viele Winzer empfehlen, nach dem Kauf zu Hause direkt ein wenig vom Federweißen zu probieren. Wenn er so gut schmeckt, stellen Sie ihn am besten umgehend in den Kühlschrank, denn Kälte verlangsamt den Gärungsprozess. Schmeckt er zu süß, sollten Sie ihn noch eine Weile bei Zimmertemperatur aufbewahren und nach sechs bis acht Stunden erneut probieren – wenn der gewünschte Süßegrad erreicht ist, darf er in den Kühlschrank. Dort kann er problemlos zwei bis drei Tage gelagert werden.

WANN HAT FEDERWEISSER SAISON?
Der Start hängt vom Zeitpunkt der ersten Weinlese ab und unterscheidet sich jedes Jahr etwas. In der Regel ist frischer Federweißer aus Deutschland ab Anfang September erhältlich. Häufig werden aber Ende August schon Federweiße aus Italien verkauft. Die Saison des jungen, prickelnden Weins läuft dann ungefähr bis Ende Oktober. Jedoch kommen auch danach noch Flaschen in den Verkauf. Manche Winzer verlängern die Saison nämlich, indem sie geerntete Trauben gekühlt lagern und erst später verarbeiten. So kann man bis in den November frischen Federweißer genießen.

Frühreifende Rebsorten
Federweißer wird in der Regel aus frühreifenden Trauben hergestellt, die gleichzeitig eine hohe Zuckerbildung haben. Meist kommen die
Rebsorten Ortega, Bacchus und Solaris zum Einsatz, teilweise auch Müller-Thurgau.

WAS PASST DAZU?
Traditionell wird Federweißer auf Weinfesten zu Zwiebelkuchen serviert. Aber auch die französischen Pendants wie Quiche oder Flammkuchen harmonieren selbstverständlich gut mit dem jungen Wein. Auch zu Laugengebäck ist Federweißer ein toller Begleiter – zum Bei- spiel in Kombination mit einer Käseplatte mit Obazda oder Weichkäse. Selbst sehr deftigen Gerichten weiß der noch junge Wein Paroli zu bieten. Wie wäre es mit Pfälzer Saumagen oder gerösteten Maronen?

Maßvoll genießen
Durch die bei der Gärung entstehende Kohlensäure ist Federweißer spritzig-leicht. In Kombination mit dem noch reichlich vorhandenen Zucker schmeckt der junge Wein daher ähnlich wie eine Traubenlimonade. Dabei wird der Alkohol so gut kaschiert, dass man ihn beim Trinken manchmal kaum schmeckt.