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Dattelsorten im Überblick

Alternative Süße aus der Wüste

Dattelsorten im Überblick

Mit Schokolade überzogen oder herzhaft im Speckmantel – Datteln sind vielfältig einsetzbar und dazu noch äußerst nahrhaft. Dabei bieten sie eine breite Sortenvielfalt und dienen als alternatives Süßungsmittel. Gründe genug für eine genauere Betrachtung!

Die Dattelpalme ist eine der ältesten Kulturpflanzen unserer Erde. Sie wird bis zu 100 Jahre alt und kann eine Höhe von bis zu 25 Metern erreichen. Bei einer Optimaltemperatur von durchschnittlich 30 Grad Celsius wachsen pro Palme in fünf Monaten 50 bis 100 Kilogramm Datteln heran. Bis es so weit ist, bedarf es allerdings etwas Geduld: Erst ab dem fünften Lebensjahr tragen die Palmen Früchte und bringen im Alter von etwa 30 Jahren die höchsten Erträge, die – je nach Region – von August bis Januar geerntet werden. Anschließend werden die Früchte gewaschen, mit Wasserdampf behandelt und getrocknet. Um die ohnehin schon hohe Haltbarkeit noch zu erhöhen, erhalten Datteln einen dünnen Überzug aus Glukosesirup.

Das „Brot der Wüste“

In Nordafrika und dem Nahen Osten zählen Dattelfrüchte seit Jahrhunderten zu den Grundnahrungsmitteln, da sie viel Energie liefern, nahrhaft sind und sättigen. Ihr hoher Zuckergehalt sorgt außerdem von Natur aus für Konservierung und lange Haltbarkeit, sodass sie sich gut als Proviant für längere Reisen eignen. Deshalb wurden Datteln bereits vor über 7 000 Jahren vom Menschen kultiviert und dienten späteren Nomadenvölkern wie den Beduinen zusammen mit Kamelmilch als Hauptnahrung. Aber auch heute und in unseren Breitengraden ist Dattelsüße eine natürliche Alternative zu Industriezucker, denn die Früchte können direkt zu 100 Prozent verarbeitet werden und brauchen beim Vermahlen keine weiteren Zusätze.

DIE TOP 10 DER DATTELPRODUZENTEN

  1. Ägypten
  2. Saudi-Arabien
  3. Iran
  4. Algerien
  5. Irak
  6. Pakistan
  7. Sudan
  8. Oman
  9. Vereinigte Arabische Emirate
  10. Tunesien

Dattel ist nicht gleich Dattel

Datteln sind äußerst vielfältig und werden hinsichtlich der Konsistenz ihres Fruchtfleisches in drei Gruppen unterteilt – in weich, halbweich und hart/fest. Am beliebtesten sind dabei halbweiche Sorten, die im internationalen Handel den größten Anteil ausmachen. Manche Datteln kommen zudem bereits entkernt in die Regale und können bedenkenlos zerkaut werden, wobei andere einen harten Kern enthalten.

Datteln der Sorte Super Soft zum Beispiel enthalten keinen Stein mehr und eignen sich hervorragend zum Füllen, etwa mit Marzipan oder Nougat.

Die Mazafati-Dattel ist sehr saftig und süß. Sie zergeht auf der Zunge und ist eine Köstlichkeit für alle Liebhaber von Süßem.

Eine der am meisten exportierten Sorten ist die Deglet Nour, die aus Algerien stammt. Die halbweiche Dattelart wird auch als „Finger des Lichts“ oder „Muskatdattel“ bezeichnet. Sie ist größer als viele andere Sorten, hat einen angenehmen Geschmack und lässt sich lange lagern.

Besonders hervorzuheben ist auch die Medjool, die als Königsdattel gilt. Sie ist besonders saftig, besitzt eine butterartige Konsistenz und ein erstklassiges Aroma, welches einzigartigen Bedingungen entspringt: Die Sorte wurde nämlich aus Marokko in die USA eingeführt und wird nahe der mexikanischen
Grenze kultiviert, wo der Boden durch viele Überschwemmungen enorm angereichert ist. Dadurch erhält sie einen außergewöhnlich honigsüßen Geschmack. Er kommt erst beim optimalen Reifegrad richtig zur Geltung, die Erntezeit dauert daher oft mehrere Wochen.

Im Gefrierfach können Datteln bis zu ein Jahr gelagert werden. Allerdings trocknen sie in dieser Zeit weiter aus und intensivieren ihre Süße. Für den typischen Originalgeschmack sollten Sie die süßen Früchte deshalb lieber schnell genießen.

Tipps zur Aufbewahrung

Datteln schmecken am besten, wenn sie ihre Feuchtigkeit behalten, daher ist die richtige Lagerung wichtig. Sofern Sie sie nicht einfrieren, sind Datteln am besten in einem Pappkarton aufgehoben. Plastik kann mit der Zeit Einfluss auf den Geschmack nehmen und begünstigt außerdem die Bildung von Kondenswasser, das zu Schimmel führt.

Weiche Datteln (zum Beispiel Bawalini, Mazafati, Sukari Soft) sollten stets kalt gelagert werden; sie schmecken am besten direkt aus dem Kühlschrank oder sogar eiskalt aus dem Gefrierfach.

Halbweiche Datteln (zum Beispiel Deglet Nour, Medjool, Anbara, Sukari Chewy) sind bis zu fünf Monate im Kühlschrank haltbar. Möchten Sie sie länger aufbewahren, sollten sie im Eisfach gelagert werden, wo sie bis zu ein Jahr genießbar bleiben. Sie können Sie ebenfalls direkt kalt genießen oder auch auf Raumtemperatur erwärmen.

Harte/feste Datteln (zum Beispiel Mabroom, Kabar, Ajwa) können bis zu einen Monat bei Raumtemperatur und bis zu fünf Monate im Kühlschrank aufbewahrt werden. Darüber hinaus empfiehlt sich das Gefrierfach für eine Lagerung von bis zu einem Jahr. Sie sollten in jedem Fall bei Raumtemperatur gegessen werden, da sie sonst zu hart sind.

Eulen-Einsatz

Auf Dattelplantagen werden mitunter Eulen zur Schädlingsbekämpfung genutzt. Das sichert sowohl die Ernte als auch den Lebensraum der nachtaktiven Vögel – eine Win-win-Situation für Eule und Mensch.