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Mit Laib und Seele

Was duftet köstlicher als frisch gebackenes Brot? mio nimmt Sie mit auf eine Reise über den großen Teig.

Mit Laib und Seele

Was duftet köstlicher als frisch gebackenes Brot?
Das Grundnahrungsmittel Nummer eins ist vielseitig einsetzbar und an Sortenreichtum kaum zu übertreffen. mio nimmt Sie mit auf eine Reise über den großen Teig.

Als unverzichtbarer Bestandteil des täglichen Frühstücks, in der Box für Schule und Arbeit, als klassisches Abendessen mit Wurst und Käse oder zu Suppe, Salat und Fleisch – für viele Menschen gehört Brot einfach dazu. Auch wenn sich die Zutaten und Herstellungsformen unterscheiden, gilt Brot weltweit als ein wichtiger Lieferant für Kohlenhydrate und trägt so zur Energiegewinnung des Körpers bei.

Deutschland – Land der Dichter und Bäcker

Wenn wir uns länger in einem anderen Land aufhalten, fällt es uns oft schon nach kurzer Zeit auf: Wir vermissen die große Brotvielfalt von zu Hause. Die Auswahl, die wir in Deutschland vielerorts genießen, ist nämlich gar nicht so selbstverständlich, wie man annehmen mag. Das liegt vor allem daran, dass die Anbaubedingungen für unterschiedliche Getreidearten hierzulande günstig sind. Wo in vielen anderen Ländern hauptsächlich Weizen oder Mais angebaut wird, stehen uns in Deutschland zusätzlich Roggen und Dinkel in großer Menge zur Verfügung. Durch die unterschiedliche Verarbeitung und Vermischung der Getreidearten kommt man so auf unzählige Brotsorten, die sich in zwei Grundarten unterscheiden lassen:

Gesäuertes Brot wird mit Treibmitteln hergestellt. Dadurch geht es im Ofen auf und lockert die Teigmasse. Besonders bei Weizen vergrößert sich durch die Zugabe von Hefe das Volumen gegenüber
dem rohen Teig deutlich. Am luftigsten sind Weißbrote, wie das französische Baguette oder sein italienischer Verwandter, das Ciabatta. Eher kompakt sind Roggenbrote, die meist auf Basis eines Sauerteigs gebacken werden. Hierbei dient Hefe nicht nur als bloße Zugabe zum Teig; das Treibmittel sorgt vielmehr für die ständige Gärung der zuvor angesetzten Masse. Durch die Vermischung von Getreidearten entstehen sogenannte Mischbrote, zum Beispiel das Roggenmischbrot, eine der beliebtesten Sorten der Deutschen.
Auch Toast gehört zu den gesäuerten Broten, obwohl der Geschmack genau das Gegenteil verspricht. Im Grunde ist es aber nichts anderes als ein Weißbrot, dem außerdem Butter und Zucker zugesetzt werden. Erhitzt man es, karamellisiert der Zucker und es entsteht eine zusätzliche Süße. Die charakteristische Konsistenz von Knäckebrot, dessen Bezeichnung übrigens vom schwedischen Wort für knacken stammt, entsteht dadurch, dass der Teig kaum Wasser enthält. Auch hierbei handelt es sich meist um Mischbrot aus Roggen und Weizen, das durch seine Trockenheit aber äußerst lange haltbar ist.

Ungesäuertes Brot braucht zur Herstellung keine Treibmittel und bleibt daher auch nach dem Backen recht flach. Es ist die ursprünglichste Form des Brotbackens, da lediglich gemahlenes Getreide und Wasser nötig sind. Auch heute noch ist diese Form der Brotzubereitung die am weitesten verbreitete. So trägt es zum Beispiel im arabischen Raum den Namen Lawash oder Yufka, in Asien ist es als Chapati oder Roti bekannt und in Amerika gehören Tortillas zur kulinarischen Tradition. Für Israelis nimmt das ungesäuerte Fladenbrot eine ganz besondere Stellung ein: Juden verehren die sogenannte Matze als heiliges Brot zu Passah, einem der wichtigsten Feiertage ihres Glaubens.

Für besondere Ansprüche

Nicht alle Menschen können jedes Getreide oder jeden Inhaltsstoff zu sich nehmen, was wiederum ebenfalls zur großen Brotvielfalt hierzulande beiträgt. Weizenallergiker können dabei noch relativ einfach auf entsprechende Alternativen ausweichen, während Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit schon genauer hinschauen müssen. Die Herstellung dieser Brote erfolgt beispielsweise auf Basis von Buchweizen, Hirse oder Mais. Roggen, Hafer und Gerste enthalten wenig Gluten, während Dinkel, Weizen und Hartweizen besonders viel Klebereiweiß enthalten. Für alle, die sich kohlenhydratarm ernähren, aber nicht auf Brot verzichten möchten, gibt es spezielle eiweißreiche Brote. Bei diesen wird das klassische Mehl durch Weizeneiweiß, Sojaschrot, Weizenvollkornmehl, Leinsamen oder Lupinenmehl ersetzt und um Körner, Quark und Eier ergänzt.

INTERVIEW


4 Fragen an den Brot-Experten Alexander Heinrich, Leiter Einkauf/Vertrieb der Globus-Meisterbäckerei

WELCHE BROTSORTE IST BEI IHREN KUNDEN BESONDERS BELIEBT? HAT SICH IN DEN LETZTEN JAHREN ETWAS VERÄNDERT?

Die beliebtesten Brotsorten der Deutschen sind Roggenmisch- und Dinkelvollkornbrote. Insgesamt geht der Brotkonsum jedoch leicht zurück. Die Kunden achten allerdings aufgrund von Unverträglichkeiten und speziellen Ernährungsweisen immer mehr auf bestimmte Inhaltsstoffe. Der Trend geht daher zunehmend zu Spezialbroten wie zum Beispiel dem Eiweißbrot.

WIE STARK WERDEN GLUTENFREIE PRODUKTE NACHGEFRAGT? WIE IST HIERFÜR DAS GLOBUS-SORTIMENT AUFGESTELLT?

Menschen, die sich glutenfrei ernähren müssen oder wollen, sind sehr gut organisiert und bedienen sich vieler Quellen, um sich mit verträglichen Backwaren zu versorgen. Die meisten Betroffenen backen für eine sichere Kontrolle der Inhaltsstoffe ihr Brot sogar selbst, weshalb sich die Nachfrage in Grenzen hält. In der Globus-Meisterbäckerei sind verschiedene weizenfreie Backwaren erhältlich, wobei wir allerdings nicht zu 100 Prozent ausschließen können, dass es zu einem Kontakt mit glutenhaltigen Mehlen kommt. Für hochsensible Menschen gibt es deshalb ein großes Sortiment an abgepackter Ware.

WAS MACHT EIN GUTES BROT AUS?

Am wichtigsten sind Zeit, ein guter Ofen und handwerkliches Geschick: Ein guter Sauerteig muss mindestens 20 Stunden reifen und ruhen. Außerdem eignet sich ein haushaltsüblicher Ofen nicht für alle Brotsorten, da er keine Schwaden (Dampf) bilden kann – deshalb muss man zusätzlich Flüssigkeit hinzugeben. Für die Qualität der Globus-Meisterbäckerei-Produkte setzen wir zudem auf die Fähigkeit ausgebildeter Bäcker, die Spaß daran haben, gutes und leckeres Brot zu backen.

WELCHES BROT ESSEN SIE SELBST AM LIEBSTEN? HABEN SIE EINEN GEHEIMTIPP?

Mein Lieblingsbrot ist die Bauernkruste – rustikal und knusprig gebacken! Für mich gibt es keinen besseren Start in den Tag.

Rezeptideen, Tipps zum Backen und weitere Fakten zum Thema Brot finden Sie auch auf www.globus.de

Tipps zur richtigen Aufbewahrung von Brot

  • Generell hält sich Brot am besten bei Zimmertemperatur, sofern es luftdicht aufbewahrt wird. Für eine Lagerung über mehrere Wochen eignet sich die Gefriertruhe. Verpacken Sie das Brot dazu in Gefrierbeuteln und tauen Sie es mindestens fünf Stunden vor dem Verzehr bei Raumtemperatur auf. Wenn Sie Ihr Brot nicht ganz, sondern Stück für Stück auftauen möchten, bietet es sich an, es vorher zu Scheiben zu schneiden. Bei Globus haben Sie die Möglichkeit, Ihr frisches Brot direkt vor Ort in der Meisterbäckerei zu schneiden.
  • Brote mit hohem Weizenmehlanteil sind nicht so lange haltbar und werden schnell hart. Deshalb diese lieber in kleineren Portionen einkaufen.
  • Reinigen Sie alle ein bis zwei Wochen Ihren Brotbehälter mit Essig oder Essigessenz-Lösung, damit sich kein Schimmel bildet. Anschließend mit einem Papiertuch sorgfältig trocken reiben.