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Ernährungsmythen im Check

So behalten Sie den Überblick

Ernährungsmythen im Check

Zu keinem Thema existieren wohl so viele unterschiedliche Betrachtungsweisen wie bei der Frage um die richtige Ernährung. Doch leider gibt es bei allen guten Ratschlägen auch viele Irrtümer, die weit verbreitet sind und sich hartnäckig halten. Wir klären auf!

Kartoffeln machen dick? Rohkost ist gesund? Karotten sind gut für die Augen? Jeder von uns hat zahlreiche Vorstellungen zu einer scheinbar gesunden, ausgewogenen Ernährung im Kopf, die gut für bestimmte Körperteile sind, keine überflüssigen Pfunde entstehen lassen und angeblich besser als andere sind. Aber was ist wirklich dran an den Überzeugungen, die uns teils schon seit Kindertagen begleiten, teils täglich neu von Ernährungsberatern oder Diäten als erfolgsversprechend vorgeschrieben werden? Bei uns gibt’s Klartext.

Kartoffeln machen nicht dick, sie enthalten sogar vergleichsweise wenig Kalorien. Problematisch ist häufig aber die fettreiche Zubereitungsart.

Mythos 1: Kartoffeln machen dick.

Falsch: Kein Lebensmittel macht generell dick. Es kommt natürlich immer auf das richtige Verhältnis an, wobei Kartoffeln mit ca. 70 kcal pro 100 g sogar vergleichsweise wenig Kalorien enthalten. Problematisch ist nur die oft fettreiche Zubereitungsart, zum Beispiel bei Bratkartoffeln, Pommes, Chips, Sahne-Gratin oder Kartoffelsalat mit Mayonnaise. Greifen Sie daher lieber vermehrt zu Salz- oder Pellkartoffeln, statt ganz auf Kartoffeln zu verzichten. Am besten ist es übrigens, wenn Sie die Schale erst nach dem Kochen entfernen, da so viele Vitamine und Mineralstoffe erhalten bleiben.

Mythos 2: Rohkost ist gesund.

Stimmt zum Teil: In roher Form bleiben viele Vitamine, Enzyme und Mineralstoffe der Nahrung erhalten, die beim Kochen, Braten oder Backen verloren gehen. Allerdings können wir über Rohkost nicht den gesamten Energiebedarf des Körpers decken, denn dafür müssten wir riesige Mengen an Ungekochtem zu uns nehmen. Außerdem sind ebenfalls viele wichtige Nährstoffe in Lebensmitteln enthalten, die ungekocht gar nicht oder viel schwerer genießbar sind. Eine gelegentliche Rohkostmahlzeit schadet aber in keinem Fall und kann dem Körper sogar eine Pause gönnen. Wenn Sie mehr Rohkost in Ihren Speiseplan aufnehmen möchten, sollten Sie Ihre Ernährung langsam umstellen, damit sich der Darm an die ungewohnten Mengen an Ballaststoffen gewöhnen kann. Ebenfalls wichtig sind langsames Essen und gründliches Kauen, damit die rohen Speisen gut verdaut werden können.

Mythos 3: Smoothies sind genauso gut wie Obst und Gemüse.

Stimmt zum Teil: Zwar besitzen Smoothies gegenüber ihren Ausgangsprodukten meist weniger Nähr- und dafür mehr Zusatzstoffe – dafür ist die Energiedichte durch die vielen unterschiedlichen Sorten oft höher. Es besteht also die Gefahr, mehr Kalorien zu sich zu nehmen, als man bräuchte. Vor allem, weil Flüssigkeiten ein geringeres Volumen als feste Nahrung besitzen und das Kauerlebnis fehlt, sind sie weniger sättigend. Gelegentlich einen Smoothie zu trinken ist völlig in Ordnung, sollte aber die tägliche Portion Obst und Gemüse eher ergänzen statt ersetzen. Um zusätzlichen Zucker oder andere Zusatzstoffe zu vermeiden, mixen Sie sich Ihren Lieblingssmoothie am besten selbst. Unsere Tipps dazu finden Sie hier!

Mythos 4: Honig ist besser als Zucker.

Leider falsch: Es gibt kaum Unterschiede zwischen den beiden Süßungsmitteln, da Honig zu ca. 80 Prozent aus Zucker besteht und daher nur geringfügig weniger Kalorien beinhaltet. Immerhin: Der Anteil an Fruktose im Honig ist etwas höher als in Zucker, wodurch der süße Geschmack intensiver ist und Sie somit nur eine kleinere Menge zum Süßen benötigen. Die Kehrseite ist allerdings, dass der Fruchtzucker appetitanregend wirkt. Außerdem haftet die klebrige Konsistenz länger als Kristallzucker an den Zähnen und kann so Karies begünstigen. Honig sollte also genau wie Haushaltszucker in Maßen verzehrt werden.

Mythos 5: Karotten sind gut für die Augen.

Stimmt zum Teil: Karotten enthalten viel Betacarotin, das die Vitamin-A-Zufuhr unterstützt. Besteht ein Mangel dieses Nährstoffs, kann sich dies auf die Sehkraft auswirken. Allerdings können die orangen Rüben keine Erkrankung heilen oder ihr vorbeugen. Der regelmäßige Verzehr ist also in jedem Fall förderlich, sorgt aber nicht für einen schärferen Blick.

Mythos 6: Frisches Gemüse ist nahrhafter als Tiefkühlgemüse.

Falsch: Tiefkühlgemüse ist viel besser als sein Ruf. Da es direkt nach der Ernte blanchiert und anschließend sofort schockgefrostet wird, behält es länger Flüssigkeit und Nährstoffe, die bei frischem Gemüse deutlich schneller entweichen. Da vor allem Vitamine licht- und wärmeempfindlich sind, bleiben diese im gefrorenen Zustand bei richtiger Lagerung noch länger erhalten.

Mythos 7: Regelmäßiges Entgiften ist wichtig.

Falsch: Ein gesunder menschlicher Körper entgiftet sich von selbst über Darm, Nieren, Leber, Haut und Atmung. Bei Vergiftungen, die der Körper nicht eigenständig bewerkstelligen kann, helfen auch sogenannten Detox-Kuren nicht. Verzichten Sie lieber durch einen generell gesunden Lebensstil oder durch regelmäßiges Fasten auf ungesunde Stoffe wie Alkohol, Nikotin, übermäßigen Zucker oder Fett.