Lädt...
arrow-down arrow-left arrow-right arrow-top search arrow-thin-right arrow-thin-left chevron-thin-down chevron-thin-up email instagram facebook youtube twitter remove quote www

Foodtrends 2022

Ein kulinarischer Ausblick ins neue Jahr

Ein kulinarischer Ausblick ins neue Jahr

Was konsumieren wir? Worauf legen wir dabei Wert? Und was landet dieses Jahr letztlich auf unseren Tellern? Wir verraten Ihnen nicht nur die aktuellen Foodtrends, sondern auch die neusten Superfoods.

Ob im Privaten, der Gastronomie oder Lebensmittelindustrie – 2022 liegt der Fokus auf einer gesünderen Esskultur. Themen wie Regionalität und Saisonalität gewinnen immer mehr an Bedeutung. Besonders der Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit verankert sich auf verschiedenste Weise in unserem Bewusstsein. Worüber man sich Jahre und Jahrzehnte kaum Gedanken gemacht hat, spielt inzwischen eine große Rolle: Welche Lebensmittel kaufe ich? Wo wurden sie unter welchen Bedingungen erzeugt und woher beziehe ich sie? Und nicht zuletzt: Ist mein Konsum gut für meinen Körper und für unseren Planeten? Diese und viele ähnliche Fragen beschäftigen uns in diesem Jahr mehr denn je. Auch im Zuge der Corona-Krise hat sich das Konsum- und Essverhalten vieler Menschen verändert. Mit dem Wunsch nach mehr Saisonalität, Regionalität und Nachhaltigkeit geht der Appell für weniger Verpackungsmüll und weniger Lebensmittelverschwendung einher. Was dafür im Fokus steht, sind bewussteres Handeln und bewusstere Ernährung. All das spiegelt sich in den aktuellen Foodtrends wider. Die Branche befindet sich im Wandel und zeigt besonders im Bereich des Veganismus eine immer größer werdende Vielfalt an Produkten. Altbekanntes überdenken und Neues entdecken heißt deshalb das Credo in diesem Jahr. Unser Tipp: Greifen Sie zu bisher Unbekanntem und sorgen Sie für Abwechslung auf Ihrem Teller. Wir verraten Ihnen, wo es sich lohnt, zuzuschlagen.


ZERO WASTE
Was uns in diesem Jahr besonders beschäftigt, ist der Kampf gegen überflüssige Verpackungen und die Verschwendung von Lebensmitteln. Entscheidend dafür sind Wege der Wiederverwendung sowie Sharing-Konzepte. Während Ersteres darauf abzielt, Abfallstoffe unbegrenzt wiederverwenden zu können, so dass ein unendlicher Recyclingkreislauf entsteht, geht es bei der Sharing-Economy um gegenseitiges Ausleihen und Teilen – im Mittelpunkt steht der Gemeinschaftskonsum. Sorgsam mit Lebensmitteln umgehen, weniger wegwerfen und Reste verwerten ist in diesem Jahr die Devise! Zero Waste wird alltagstauglich: Nicht nur immer mehr Start-Ups und Unternehmen finden innovative Wege, um aus Lebensmittelresten neue Produkte herzustellen, auch viele Gastronomen engagieren sich. Apps wie Foodsharing, To Good To Go oder Zu gut für die Tonne helfen, gegen Lebensmittelverschwendung anzugehen. Klicken Sie sich durch und retten Sie Essen!

Der Kampf gegen überflüssige Verpackungen und die Verschwendung von Lebensmitteln beschäftigt uns auch in diesem Jahr.

REAL OMNIVORES
Ebenfalls ganz groß dieses Jahr: bewusst zu essen. Die sogenannten Real Omnivores, zu deutsch: die wahren Allesesser, achten auf eine bewusste Ernährung, die ihnen selbst und dem Planeten guttut. Sie verkörpern das immer stärker werdende gesellschaftliche Bedürfnis nach einer verantwortungsvollen Esskultur. Real Omnivores ernähren sich ausgewogen: Der Verzehr von Fisch, Fleisch und anderen tierischen Erzeugnissen ist erlaubt, solange sie aus nachhaltiger Aufzucht stammen und jedes Teil des Tieres verwertet wird. Ganz nach dem Motto: „From Nose To Tail“. Es geht nicht darum, zu verzichten, sondern darum, sich bewusst zu ernähren. Verantwortung und Vielfalt gelten als Maxime der Allesesser. Sie zeigen sich neugierig und aufgeschlossen, auch gegenüber eher unüblichen Lebensmitteln wie Innereien oder Insekten. Wer Wert auf Nachhaltigkeit legt und mit offenen Augen durchs Leben geht, kann sich in diesem Foodtrend sicher wiederfinden.

LOCAL EXOTICS
Die Beschränkungen der Corona-Krise haben nicht nur gezeigt, wie unabdingbar regional angebaute und produzierte Lebensmittel sind, sondern sie haben ebenso unser Fernweh nach der Fremde und die Sehnsucht nach exotischen Genüssen geweckt. Der Foodtrend Local Exotics verspricht, diesen Widerspruch aufzulösen. Und zahlreiche Bauern und Landwirte zeigen, dass die Kombination aus beidem möglich ist. Statt exotische Lebensmittel zu importieren, versuchen sie, Obst und Gemüse, dessen Ursprung in weit entfernten Teilen der Welt liegt, hierzulande anzubauen, ohne dabei erhebliche Kosten für Strom und Wasser zu verursachen. Möglich ist das aufgrund des sich wandelnden Klimas und dank innovativer Anbaumethoden. Auch einige Hobbygärtner haben sich während der Pandemie am Anbau exotischer Pflanzen versucht. Ob im heimischen Garten hinterm Haus oder auf der Dachterrasse in der Großstadt – Selbstversorgung mit lokalen Exoten liegt 2022 voll im Trend!

Ob im heimischen Garten oder auf der Dachterrasse in der Großstadt – Selbstversorgung mit lokalen Exoten liegt voll im Trend!

E-FOOD
Sogenanntes E-Food ist besonders seit der Corona-Krise in aller Munde. Der Trend, der uns 2022 noch mehr beschäftigen wird als im vergangenen Jahr, meint in erster Linie den Verkauf von Lebensmitteln und Speisen über digitale Vertriebswege. Und spätestens seit Beginn der Pandemie verläuft ein Großteil unseres Lebens digital, so auch im Food-Bereich: Rezepte im Internet recherchieren, Einkäufe über Online-Plattformen wie „Gorilla“ oder Flink oder direkt vom Supermarkt nach Hause liefern lassen, Essen per Lieferdienst bestellen, im Restaurant vor Ort online registrieren und die Bestellung kontaktlos per Tablet aufgeben. Die neue Normalität spielt sich online ab. Nicht nur Privatpersonen, auch zahlreiche Unternehmen und Gastronomie-Betriebe beziehen E-Food. Der Trend schafft neue Wege der Vernetzung und lässt so die unterschiedlichsten Akteure der Branche miteinander agieren. Wir sind uns sicher, dieses Jahr wird noch digitaler!

5 Superfoods, die Sie 2022 probieren sollten


Yuzu – Die mandarinengroße Zitrusfrucht aus Japan ist aus der asiatischen Küche kaum wegzudenken. Hierzulande noch eher unbekannt, erobert sie in diesem Jahr die Lebensmittelindustrie und Gastronomie. Besonders in Getränken und Dressings kommt der sauer-herbe Geschmack der Yuzu, der sich irgendwo zwischen Limetten, Zitronen und Grapefruits einordnen lässt, zum Einsatz.

Sonnenblumenkerne – Weder neu noch unbekannt, steckt das heimische Superfood voller Energie, Vitamine, Mineralstoffe und ungesättigter Fettsäuren und feiert 2022 seinen großen Auftritt. Nicht nur Cracker und zahlreiche andere salzige Snacks setzen auf die proteinreichen Samen. Sonnenblumenkerne finden Sie in diesem Jahr auch in pflanzlichen Käsealternativen, als Butter und sogar in Eiscreme.

Hibiskus – Tee aus Hibiskusblüten hat eine lange Geschichte. Die getrockneten Blüten sind nicht nur wegen ihres leicht süß-säuerlichen Geschmacks und ihres hohen Vitamin-C-Gehalts beliebt, sie färben zudem intensiv rot. Auch deshalb liegt Hibiskus dieses Jahr voll im Trend! Die kulinarische Welt wird kreativ und bringt Fruchtaufstriche, Joghurts, Getränke und vieles mehr mit Hibiskus auf den Markt.

Moringa – Traditionell werden die Blätter des Moringabaums als Heilmittel benutzt. Dank vieler enthaltener Nährstoffe findet das Powerfood aus Indien auch in Speisen Verwendung und wird in Deutschland immer beliebter. Als Pulver wird es in Soßen, Smoothies und Backwaren gemischt. 2022 finden Sie das Superfood außerdem in Produkten wie Proteinriegeln, gefrorenen Desserts oder Getreidemischungen.

Kernza – Ebenfalls im Trend dieses Jahr liegt Getreide – und zwar solches, das zur Verbesserung der Bodengesundheit beiträgt. Ein Beispiel dafür ist das mehrjährige Getreide Kernza, dessen lange Wurzeln den Nährstoffkreislauf und die gesamte Bodenökologie verbessern. Es schmeckt süßlich-nussig und kann in allerlei Gerichten verwendet werden. Klassiker sind Cerealien und Brot, aber auch Bier.