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Tee-Trends aus aller Welt

Tipps für den perfekten Teegenuss

Tee-Trends aus aller Welt

Warm aufgebrüht oder kalt gezogen, mit oder ohne Koffein, schwarz, weiß oder bunt – Tee ist so facettenreich! Wir laden ein zur Teezeremonie und stellen internationale Trends vor.

MUNTERMACHER MATE
Mate-Tee gehört in Südamerika zu den beliebtesten Getränken und ist dort auch traditionell verankert: Mate wurde nämlich bereits von den Ureinwohnern Südamerikas getrunken – und man genießt ihn auch heute noch aus einer Kalebasse, einem ausgehöhlten Flaschenkürbis, und durch eine Bombilla, ein Trinkrohr aus Metall mit integriertem Sieb am unteren Ende. Sehr praktisch, denn so gelangt der Mate nicht in das Trinkröhrchen und kann seelenruhig geschlürft werden. Auch hierzulande wird die Kaffee-Alternative immer öfter getrunken: Deutschland ist der gröte Mate-Importeur der Europäischen Union, hauptsächlich kommen die koffeinhaltigen Blätter aus Argentinien, Brasilien und Paraguay zu uns. Sie stammen vom Yerba-Mate-Strauch, der wegen seiner Größe auch Mate-Baum genannt wird und zur Gattung der Stechpalmen gehört. Daher ist Mate auch genau genommen kein Tee, sondern ein Aufgussgetränk. Auch die Zubereitungsart trägt dazu bei, dass Mate meist als Tee bezeichnet wird.

Mate klassisch
Der Aufguss ist einfacher, als man denkt, und funktioniert natürlich auch mit der Teekanne, die wir schon zu Hause haben. Etwa 3–5 TL der getrockneten, zerkleinerten Mate-Blätter mit 1 l kochendem Wasser übergießen. Für eine Tasse nimmt man 1 TL Blätter. Den Mate etwa 3–5 min ziehen lassen. Sie können das Getränk bis zu dreimal neu aufgießen. Mate wird klassisch aus einer Kalebasse durch einen Bombilla getrunken.

Club-Mate-Alternative
Den Aufguss abkühlen lassen. 300 ml des Aufgusses mit 1–2 EL frisch gepresstem Saft einer Bio-Zitrone sowie 4 TL Rohrohrzucker oder Zuckerersatz, z. B. Steviapulver, (Menge nach Geschmack anpassen) verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Anschließend in eine 700-ml- oder 1-l-Flasche abfüllen und mit Mineralwasser auffüllen. Je nach Belieben noch einmal in den Kühlschrank stellen.

WÜRZIGER CHAI
Chai oder Chai Latte stehen in den meisten Cafés auf der Getränkeliste. Der Gewürztee Masala Chai wird in seinem Ursprungsland Indien immer und überall genossen. Aber wie wäre es denn mal mit einer fruchtigen Variante? Früchte-Chai wird nämlich ebenfalls immer beliebter. Apfel-, Orangen- oder Zitronenscheiben mit Hibiskus- oder Brombeerblättern – verfeinert mit etwas Pfeffer, Zimt, Kardamom, Nelken oder Ingwer – ergeben einen fruchtigen Tee mit der typisch würzig-scharfen Chai-Note. Wer es exotisch mag, kann auch Kokosnuss oder Papaya hinzugeben.

Fruchtiger Chai-Tee
1 Apfel schälen und in kleine Stücke schneiden. 1 Bio-Mandarine heiß waschen und Zesten dünn abschälen. 1 Zimtstange zerbrechen und mit 2 Sternanis, 2 Gewürznelken und 1 TL Kümmel in einem Mörser grob zerstoßen. Gewürze, Apfelstücke und Mandarinenzesten in ein Teesieb oder den Einsatz einer Teekanne geben und mit 800 ml kochendem Wasser übergießen. Mandarine auspressen und den Saft hinzufügen. Je nach Geschmack noch mit Milch, Zucker oder Honig abrunden und genießen!

COLD BREW – DER BESSERE (EIS)TEE?
Eistee ist nicht gleich Cold Brew! Den Unterschied macht die Aufbrühmethode: Eistee wird wie „normaler“ Tee mit heißem Wasser aufgegossen und dann entweder gekühlt oder in ein mit Eiswürfeln gefülltes Gefäß gegossen. Durch die schnelle Kühlung bleiben die Aromen im Getränk erhalten und der Tee schmeckt weniger bitter. Wie der Name schon sagt, wird bei der Cold-Brew-Variante der Tee mit kaltem Wasser zubereitet. Kaffeeliebhaber kennen dies bereits vom Cold Brew Coffee. Die Kalte-Tee-Methode erscheint Teetrinkern vielleicht zunächst ungewohnt, hat sich Tee-Trends aus aller Welt jedoch inzwischen zu einem wahren Trend gemausert. Außerdem handelt es sich sogar um eine traditionelle Zubereitung. Sie basiert nämlich auf der japanischen Mizudashi-Methode. So wird in Japan die Herstellung von grünem Tee mit kaltem Wasser genannt. Anders als beim heißen Aufguss gelangen hier die Extrakte aus den Teeblättern langsamer ins Wasser, sodass sich die Aromen noch besser entfalten können. Cold-Brew-Tee schmeckt daher zwar intensiver, aber dennoch milder, da sich im kalten Wasser weniger Bitterstoffe lösen. Für die Zubereitung gibt es zwei beliebte Methoden: Full Immersion und Cold Drip.

Cold Drip
Hierfür wird ein Cold Dripper benötigt: In diesem speziellen Gerät zur Teezubereitung wird kaltes Wasser tröpfchenweise auf den Tee gegeben. Dieser Vorgang dauert mindestens etwa zwei bis drei Stunden. Mit einem Cold Dripper wird kaltes Wasser tröpfchenweise auf den Tee gegeben.

Full Immersion
Den Tee abwiegen und mit kaltem Wasser aufgießen. Alles für mindestens zwei bis sechs Stunden in den Kühlschrank stellen. Anschließend mit oder ohne Eis in Gläsern anrichten.

WELCHER TEE EIGNET SICH FÜRS KALTE AUFBRÜHEN?
Eigentlich sind für diese Teevariation alle hochwertigen losen Tees geeignet. Besonders gut lassen sich weiße und grüne Sorten kalt aufgießen und genießen. Diese werden nämlich traditionell sowieso nicht so heiß aufgegossen. Ein köstliches Beispiel ist der japanische Grüntee Gyokuro – er kann sein Aroma und die fein-milde Süße auch als Cold Brew entfalten. Auch Schwarztee schmeckt prima als kaltes Getränk. Nur bei Früchte- und Kräutertee sollten Sie genauer hinschauen, da diese im Herstellungsprozess oft nicht erhitzt werden. Zur Sicherheit den Tee am besten einmal kurz mit heißem Wasser übergießen und dann anschließend mit der kalten Zubereitung beginnen.

Grundrezept für 1 l Cold Brew
Cold Brew lässt sich optimal in Teeflaschen aus Glas zubereiten: Etwa 12 g Grüntee oder weißen Tee in den Filter einer Teeflasche geben, mit kaltem Wasser auffüllen und für 2–4 h in den Kühlschrank stellen. Mit Zitrone, Ingwer, Gurke, Minze, Rosmarin oder anderen Zugaben können Sie Ihren Cold Brew kreativ verfeinern. Probieren Sie einfach aus, was Ihnen am besten schmeckt! Übrigens gibt es auch spezielle Cold-Brew-Flaschen mit integriertem Sieb im Deckel, die auch Mizudashi genannt werden. Diese machen die Zubereitung noch einfacher.

FAMILIENZEIT, TEEZEIT
Für Babys und Kleinkinder gibt es spezielle Kindertees, die auch als solche ausgezeichnet sind. Die Zutaten sollten aus biologischem Anbau stammen, zudem sind die Tees natürlich koffeinfrei und werden besonders gründlich auf Schadstoffe untersucht. Sie sind zusätzlich an die hohen Anforderungen an Babynahrung angepasst und unterliegen den Richtlinien der sogenannten Diätverordnung. Seit Ende 2020 ist nämlich die Zugabe von Zucker, Honig, Fruchtsaft(-konzentrat), Malzextrakt oder anderen aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnenen Sirupen oder Dicksäften zu Baby- und Kindertees verboten. Bieten Sie den Tee stets ungesüßt und am besten nur zwischendurch als Alternative zu Wasser an. Die Kleinen mögen meist Früchte-, Kamillen-, Fenchel- oder Rooibostee besonders gern. Nicht geeignet sind Schwarztee, grüner Tee oder Pfefferminztee wegen des enthaltenen Koffeins und der Ätherischen Öle.

TIPPS FÜR DIE OPTIMALE LAGERUNG VON TEE

  • Beuteltee am besten in der Verpackung aufbewahren, damit er sein Aroma behält.
  • Loser Tee sollte luftdicht verpackt sein, zum Beispiel in einer Metall- oder Keramikdose.
  • Tee nicht mit Gewürzen zusammen lagern, da er den Geruch anderer Lebensmittel annehmen kann.
  • Kühl, trocken und dunkel lagern, also etwa im Küchenschrank.

IST DER NOCH GUT?
Wie viele andere Lebensmittel kann auch Tee noch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums verwendet werden. Der Tee müsste noch gut sein, wenn …
… der Beutel trocken sowie verschlossen ist und keine undefinierbaren Verfärbungen oder ähnliches aufweist.
… er noch angenehm riecht.
… er nach dem Aufbrühen und Ziehenlassen gut schmeckt.