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Voll von der Rolle!

So funktionieren Ice Cream Rolls – auch ganz einfach zu Hause!

Voll von der Rolle

Wenn es um Eistrends geht, spielen sie im wahrsten Sinne des Wortes eine große Rolle: Ice Cream Rolls. Wir stellen Ihnen das asiatische Streetfood vor.

Ice Cream Rolls haben ihren Ursprung in Südostasien. Vor allem in Vietnam und Thailand ist die süße Leckerei besonders beliebt und wird praktisch an jeder Straßenecke angeboten. Eine Besonderheit gegenüber klassischem Waffeleis ist, dass es sich nicht um fertige Sorten handelt, sondern zahlreiche Zutaten immer wieder neu kombiniert werden. So funktionieren Ice Cream Rolls also ähnlich wie Frozen Yoghurt, aber auch hier gibt es klare Unterschiede: Die Grundmasse bei Ice Cream Rolls schmeckt nämlich mehr wie ein Sahneeis und ist viel cremiger. Außerdem kommen Obst, Süßigkeiten und Soßen dabei nicht bloß on top, sondern werden unmittelbar vor dem Verzehr direkt in die Masse eingearbeitet.

Und wie funktioniert das?

Der Trick hinter der Zubereitung ist die Konsistenz der Grundmasse. Beim asiatischen Original wird oft nur Milch verwendet, die zusammen mit den gewünschten Zutaten auf eine kalte Platte gegeben wird. Diese besteht in der Regel aus Marmor, Granit oder Stahl und ist auf bis zu -35 °C heruntergekühlt. Aufgrund der Kälte fängt die Milch direkt an zu gefrieren, wodurch die Masse sich in wenigen Sekunden zu Eis verfestigt. In der kurzen Zwischenzeit mischt der Eisverkäufer die Zutaten hinzu, indem er alles immer wieder mit zwei scharfen Spachteln zerhackt und zusammendrückt. Am Ende wird die Masse dünn auf dem kalten Stein ausgestrichen und, sobald alles ganz gefroren ist, mit dem Spachtel Streifen für Streifen abgeschabt. So entstehen kleine Röllchen, die dann klassisch in einen Becher gegeben werden. Wer möchte, kann nun erneut Toppings hinzufügen. Das Ganze erfordert natürlich ein wenig Übung, aber in einer einfacheren Variante gelingen die Ice Cream Rolls auch in der heimischen Küche.

Mit unserem Basisrezept steht dem Ice Cream Roll-Genuss auch zu Hause nichts im Wege.

So geht’s zu Hause

Natürlich finden sich in den wenigsten Haushalten kalte Steinplatten, auf denen mit Spachteln herumexperimentiert werden kann. Trotzdem steht dem Ice Cream Roll-Genuss auch zu Hause nichts im Wege, wenn sie unser Basisrezept befolgen.

Kochen Sie zunächst 500 ml Milch mit 125 ml Sahne auf, nach Belieben können Sie hier auch schon etwas Vanillemark hinzugeben. Schlagen Sie separat 5 Eigelbe und 100 g Zucker mit einem Handmixer zu einer Creme und geben Sie diese unter die Milch. Damit das Ei nicht gerinnt, darf es keiner direkten Hitze ausgesetzt sein, sondern muss im Wasserbad unter ständigem Rühren erhitzt werden. Sobald alles etwas eingedickt ist, lassen Sie die Eismasse abkühlen und geben Sie sie in eine Stahlpfanne. Wer viel Platz im Eisfach hat, kann auch ein Backblech benutzen. Nun können Sie alle gewünschten kleingeschnittenen Zutaten untermischen und die Masse so glattziehen, dass der Boden mit einer ca. 1 cm dicken Schicht bedeckt ist. Nach 3–4 Stunden Tiefkühlung ist das Eis fertig und Sie können es mit einem Spachtel von unten nach oben aus der Pfanne bzw. vom Backblech „rollen“. Richten Sie die so entstandenen Ice Cream Rolls in einer kleinen Schüssel an und garnieren Sie sie wahlweise mit weiteren Toppings oder Sahne.

Unsere Lieblingszutaten

  • Frisches Obst wie Beeren, Banane, Melone, Kirsche, Ananas oder Mango
  • Früchte-, Schokoladen oder Karamellsoßen
  • Schokoladensplitter, Streusel oder Kokosflocken
  • Schokoladenaufstrich, Nussmus
  • Pistazien, Mandeln, Wal-, Hasel- oder Erdnüsse
  • Gummibärchen, Smarties, Schokoriegel, Kekse (zerbröselt)
  • Kaffee
  • Marshmallows
  • Kuchenstückchen
  • Mohn

Perfekt geeignet für Feinschmecker und Spezialisten

Ice Cream Rolls punkten nicht nur durch ihren Geschmack und ihre außergewöhnliche Optik, sondern stehen auch sonst ganz im Zeichen des Auskostens. Während es im Sommer in anderen Eisdielen öfter mal hektisch zugeht, ist bei Ice Cream Rolls ein wenig mehr Gemächlichkeit gefragt. Das liegt natürlich daran, dass die Auswahl und Kombination schier unerschöpflich ist und gut überlegt sein will. Immer mehr Anbieter lassen sich außerdem ausgefallene Zutaten einfallen, wie zum Beispiel Hamburger Franzbrötchen, Vanillekipferl oder Milchreis. Übrigens sind Ice Cream Rolls oft für Allergiker geeignet, denn die meisten Zutaten sind von sich aus laktose- und glutenfrei und meist sogar vegan. Die Basismasse wird dann mit einer Milchalternative gefertigt und einzelne problematische Zutaten können ganz einfach weggelassen werden. So steht dem Eisgenuss überhaupt nichts im Weg!

Nach der Entdeckung der Ice Cream Rolls in Asien gab es in den USA einen regelrechten Boom. Zahlreiche Einzelläden, Ketten und Foodtrucks vertreiben die Ice Cream Rolls inzwischen im ganzen Land. Auch in Deutschland gibt es in den Innenstädten und auf Festivals immer mehr Anbieter für das süße Streetfood. Einige sind sogar für Feiern buchbar und versorgen zum Beispiel Hochzeitsgäste einen ganzen Abend lang mit Leckereien.

Ice Cream Rolls sind auch bekannt als Rolled Ice Cream, Stir Fried Ice Cream oder Cold Stone Ice.